{"id":955,"date":"2024-03-15T17:22:07","date_gmt":"2024-03-15T16:22:07","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=955"},"modified":"2024-03-15T17:22:07","modified_gmt":"2024-03-15T16:22:07","slug":"dns-das-maedchen-das-nicht-sein-konnte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=955","title":{"rendered":"DNS &#8211; Das M\u00e4dchen, das nicht sein konnte"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs DNS \u2013 Das M\u00e4dchen, das nicht sein konnte\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-DNS.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs DNS \u2013 Das M\u00e4dchen, das nicht sein konnte\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Buch.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als Taschenbuch\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>4. Juli 2023\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>216\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3757820978\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>Der Job, mit dem Antonia sich etwas zum Taschen&shy;geld dazuver&shy;dienen darf, ver&shy;spricht wenig Span&shy;nung. Am Insti&shy;tut, an dem ihre Mutter forscht, hilft sie, das B\u00fcro eines t\u00f6dlich verun&shy;gl\u00fcck&shy;ten Profes&shy;sors auszu&shy;r\u00e4umen, sammelt Schreib&shy;zeug zusam&shy;men und sor&shy;tiert B\u00fccher. Zuf\u00e4l&shy;lig st\u00f6\u00dft sie dabei auf Unter&shy;lagen, die der Profes&shy;sor aus gutem Grund sorg&shy;f\u00e4ltig wegge&shy;schlos&shy;sen hat. Sie ver&shy;steht nicht alles, aber genug, um zu erken&shy;nen, dass der Profes&shy;sor heim&shy;lich an etwas ge&shy;forscht hat, das ihm offen&shy;sicht&shy;lich wichti&shy;ger war als alle offi&shy;ziellen Auf&shy;tr\u00e4ge. Ihre Mutter h\u00e4lt das Projekt \u201eKanoa\u201c f\u00fcr eine Fantas&shy;terei, viel&shy;leicht Notizen zu einem Roman, den der Profes&shy;sor schrei&shy;ben wollte. Doch Antonia folgt ihrem Bauch&shy;gef\u00fchl und arbei&shy;tet sich weiter durch die Unter&shy;lagen. Bald ist sie sicher: \u201eKanoa\u201c ist real, und mit dem Tod des Profes&shy;sors ist die Sache noch lange nicht zu Ende.<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac5,99<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/dns\/id6450939239\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum iBooks-Shop (Apple)\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/46346448\/ren_bote_dns.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/dns-rene-bote-9783757842659\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>Taschenbuch \u20ac10,90<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n    <div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/46347747\/ren_bote_dns.html\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n        <\/a>\n    <\/div>    <div style=\"width: 30%\";>\n        <a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/dns-rene-bote-9783757820978\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n        <\/a>\n    <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px;\">\u201eToni, kommst du zum Essen?\u201c Antonia, von fast allen, die sie kannten, nur Toni genannt, stutzte. Die Stimme ihrer Mutter h\u00f6rte sich merkw\u00fcrdig an, ohne dass Antonia es richtig einordnen konnte. Dass ihre Mutter gestresst war, wenn sie aus dem Institut kam, in dem sie arbeitete, kam schon mal vor, aber diesmal h\u00f6rte es sich irgendwie noch mal anders an.<\/p>\n<p>Antonia beeilte sich, aus ihrem Zimmer in die K\u00fcche zu kommen, wo sie mit ihrer Mutter zu Abend zu essen pflegte, wenn nicht eine von beiden au\u00dfer Haus war. Ihre Mutter sa\u00df schon am Tisch. Sie hatte Nudeln mit K\u00e4se-Sahne-So\u00dfe gekocht, auch das war ein Hinweis, dass sie im Stress war. Die Nudeln waren ein Gericht, das schnell gekocht war, wenn die Zeit fehlte, l\u00e4nger am Herd zu stehen. Das hie\u00df nicht, dass Antonia sie nicht mochte, im Gegenteil, aber zusammen mit der Stimme und auch der Miene ihrer Mutter war es an diesem Abend kein gutes Zeichen.<\/p>\n<p>\u201eAlles okay?\u201c, fragte Antonia, w\u00e4hrend sie sich setzte. Ihre Mutter l\u00e4chelte schwach. \u201eKein Grund, dass du dir Sorgen machst\u201c, antwortete sie. \u201eAber ich bin ein bisschen geschockt \u2026\u201c Sie schien nicht zu wissen, wie sie es erkl\u00e4ren sollte, und suchte einige Augenblicke nach den richtigen Worten. \u201eSagt dir der Name Pfeiffer was?\u201c, fragte sie schlie\u00dflich. \u201eIch glaube, ich hab ab und zu mal von ihm gesprochen.\u201c Antonia nickte, sie konnte sich erinnern, dass ihre Mutter gelegentlich einen Professor Doktor Pfeiffer erw\u00e4hnt hatte. Er leitete einen Teilbereich des Instituts, das zu genetisch bedingten Krankheiten forschte. Das Institut geh\u00f6rte zur Universit\u00e4t der Stadt, und Antonia glaubte, sich zu erinnern, dass Professor Pfeiffer auch Vorlesungen hielt.<\/p>\n<p>\u201eEr ist gestorben\u201c, erkl\u00e4rte ihre Mutter. \u201eOh!\u201c, entfuhr es Antonia. Sie pers\u00f6nlich hatte keinen Grund, sich betroffen zu f\u00fchlen, sie hatte den Professor nur dem Namen nach gekannt. Aber sie konnte sich schon vorstellen, wie ihre Mutter sich angesichts der Nachricht f\u00fchlte. \u201eSehr alt kann er dann aber nicht geworden sein\u201c, vermutete sie. \u201eIch meine, wenn er noch gearbeitet hat \u2026\u201c \u201eT\u00e4usch dich da mal nicht\u201c, sagte ihre Mutter. \u201eWir haben Leute, die forschen so leidenschaftlich, dass ich manchmal glaube, sie haben v\u00f6llig vergessen, dass sie l\u00e4ngst in Rente sein k\u00f6nnten. Der \u00e4lteste ist fast achtzig, wenn ich mich nicht irre.\u201c \u201eUnd Professor Pfeiffer?\u201c, erkundigte Antonia sich. \u201e58 oder 59, glaube ich\u201c, antwortete ihre Mutter. \u201eGenau wei\u00df ich es gar nicht. Es war ein Autounfall.\u201c<\/p>\n<p>Antonia schwieg. Was h\u00e4tte sie dazu sagen sollen? \u201eNa ja\u201c, sagte ihre Mutter, \u201edu kannst dir vorstellen, dass die Stimmung heute entsprechend war.\u201c \u201eHattest du viel mit ihm zu tun?\u201c, fragte Antonia. Ihre Mutter sch\u00fcttelte den Kopf. \u201eSo gut wie gar nicht. Ich glaube, keiner hatte viel mit ihm zu tun. Mitarbeiter hatte er schon seit einer ganzen Weile nicht mehr. Fr\u00fcher hatte er eine Assistentin, aber die ist irgendwann in Mutterschutz gegangen und danach nicht zur\u00fcckgekommen. Wie lange ist das jetzt her? Oje, zehn Jahre bestimmt, du warst noch klein damals, noch nicht im Kindergarten.\u201c Dann mussten es sogar schon mehr als zehn Jahre sein, denn Antonia war mit anderthalb Jahren in den Kindergarten gekommen, und vor zwei Wochen war sie dreizehn geworden. Ihre Mutter war damals schon mit ihr allein gewesen, Antonia wusste, dass sie einer kurzen Beziehung entsprungen war, die nicht mal bis zu ihrer Geburt gehalten hatte. Ihren Vater kannte sie nicht, und weil sie es nie anders erlebt hatte, vermisste sie ihn auch nicht. Umso besser war das Verh\u00e4ltnis zu ihrer Mutter.<\/p>\n<p>\u201eAber ich sch\u00e4tze, ich werde seine Arbeit kennenlernen\u201c, fuhr ihre Mutter fort. \u201eIrgendjemand muss sich ja um sein Labor k\u00fcmmern.\u201c \u201eUnd diese \u201aIrgendjemand\u2018 bist du\u201c, folgerte Antonia, und ihre Mutter nickte. \u201eWarum?\u201c, wollte Antonia wissen. Ihre Mutter zuckte mit den Schultern. \u201eFrau Rohhofner hat mich gefragt, ob ich mich darum k\u00fcmmern kann\u201c, erkl\u00e4rte sie. Der Name war Antonia gel\u00e4ufig, es war die Institutsleiterin, also die oberste Chefin ihrer Mutter, sah man ab von den Gremien der Uni. \u201eSie musste nat\u00fcrlich schnell eine L\u00f6sung finden\u201c, fuhr Antonias Mutter fort. \u201eUnd so viel Auswahl hat sie nicht, gerade weil Professor Pfeiffer jahrelang allein gearbeitet hat. Er musste nat\u00fcrlich regelm\u00e4\u00dfig berichten, was er macht, aber das hei\u00dft noch lange nicht, dass alle auch wirklich durch die Einzelheiten durchsteigen.\u201c \u201eUnd du kannst das?\u201c, vergewisserte Antonia sich. \u201eIch hoffe\u201c, antwortete ihre Mutter bed\u00e4chtig. \u201eIch werde mich auch erst mal einarbeiten m\u00fcssen, aber ich denke, wenn er sich halbwegs an die Standards gehalten hat mit der Dokumentation, dann werde ich\u2019s schaffen.\u201c \u201eSollst du die Abteilung \u00fcbernehmen?\u201c, wollte Antonia wissen. Sie wusste nicht, ob sie ihrer Mutter die Daumen dr\u00fccken sollte, denn sie hatte den Eindruck, dass dieser Professor Pfeiffer ziemlich eigenbr\u00f6tlerisch vor sich hin gewurstelt hatte. Es schien auch nicht so, als h\u00e4tten die Ergebnisse seiner Arbeit irgendjemanden besonders interessiert. Wenn es so war, dann w\u00fcrde es kein Aufstieg sein, seinen Posten zu \u00fcbernehmen, und Antonia wusste, dass ihre Mutter keine Freude an so einer Aufgabe haben w\u00fcrde. \u201eIch glaube nicht\u201c, beantwortete ihre Mutter die Frage. \u201eIch sch\u00e4tze eher, dass es keine Nachfolge geben wird. Aber das h\u00e4ngt nat\u00fcrlich auch ein bisschen davon ab, was ich finde, wenn ich das alles sichte.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Eine Woche nach dem Tod des Professors fuhr Antonia nachmittags zum Institut. Sie war lange nicht mehr hier gewesen, weil das Institut nicht f\u00fcr Besucher geschaffen war, schon gar nicht f\u00fcr Kinder. Als sie noch kleiner gewesen war, hatte ihre Mutter sie einige wenige Male mitgenommen, aus der Not heraus, wenn niemand da gewesen war, der auf sie h\u00e4tte aufpassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jetzt war die Situation anders und Antonia eine willkommene Hilfe. Es war eine Win-win-Situation: Antonia verdiente sich etwas zum Taschengeld dazu, indem sie half, Professor Pfeiffers R\u00e4ume auszur\u00e4umen, und ihre Mutter hatte den R\u00fccken frei f\u00fcr die Sichtung der wichtigen Unterlagen. Das war ganz im Sinne der Institutsleitung, die den Nachlass schnell aufgearbeitet haben wollte und deshalb bereitwillig das Geld f\u00fcr Antonias Sch\u00fclerjob ausklinkte.<\/p>\n<p>Das Institut war in einem zweigeschossigen Bau am Rand des Unicampus\u2018 untergebracht. Von der Wohnung, in der Antonia und ihre Mutter lebten, war das ein ganzes Eck entfernt, aber trotzdem gut erreichbar. Die Uni war gut an den \u00f6ffentlichen Nahverkehr angebunden, mehrere Linien fuhren in einem teils engen Takt dorthin. Anders w\u00e4re es auch gar nicht gegangen, dass Antonia den Job annahm; sie musste ja erst mal zur Schule, wenn ihre Mutter zur Arbeit fuhr, und wenn ihre Mutter lange arbeiten musste, w\u00fcrde sie auch fr\u00fcher Feierabend machen m\u00fcssen. Mit 13 Jahren war sie gerade eben alt genug, um \u00fcberhaupt jobben zu d\u00fcrfen, und die Gesetze zogen enge Grenzen daf\u00fcr. Ganz davon ab war ihre Mutter auch ganz dankbar, wenn sie aufs Auto verzichten konnte; das schonte das Klima und sparte ihr als Bonus die Parkplatzsuche.<\/p>\n<p>Antonia fuhr direkt von der Schule aus zur Uni. Abgesehen davon, dass sie wirklich neugierig war auf ihre neue Aufgabe, h\u00e4tte sie von zu Hause aus ohnehin wieder ein St\u00fcck Richtung Schule fahren m\u00fcssen, ehe sie umstieg. Gegessen hatte sie in der letzten gro\u00dfen Pause, das passte ganz gut.<\/p>\n<p>Das Uni-Gel\u00e4nde war gro\u00df und un\u00fcbersichtlich, und von der Bushaltestelle hatte Antonia noch ein St\u00fcck zu laufen. Ihre Mutter hatte ihr den Weg beschrieben, und dankenswerterweise war auch irgendjemand auf die Idee gekommen, ein paar Wegweiser aufzustellen. Das Institut war zwar nicht ausgeschildert, daf\u00fcr aber ein Seminargeb\u00e4ude in unmittelbarer Nachbarschaft. Alles in allem fand Antonia den Weg recht gut und stand um kurz nach drei vor dem Eingang des Instituts.<\/p>\n<p>Ein bisschen mulmig war ihr jetzt schon. Es war das erste Mal, dass sie irgendwo jobbte, und sie hatte keine Ahnung, wie es in so einem Umfeld zuging. W\u00fcrde sie alles richtig machen?<\/p>\n<p>Sie gab sich einen Ruck und legte den Daumen auf den Klingelknopf. Die T\u00fcr war verschlossen, das Institut war eine reine Forschungseinrichtung ohne Kundenkontakt und konnte keine ungebetenen G\u00e4ste brauchen.<\/p>\n<p>Es dauerte einen Moment, bis jemand an die T\u00fcr kam, ein junger Mann, der keinen Laborkittel trug, sondern ganz normale Kleidung. \u201eJa, bitte?\u201c, fragte er, aber Antonia hatte das Gef\u00fchl, dass er zumindest ahnte, mit wem er es zu tun hatte. Unlogisch war das nicht, hier klingelten bestimmt nicht viele dreizehnj\u00e4hrigen M\u00e4dchen an, und Antonia ging davon aus, dass ihre Mutter oder deren Chefin sie angek\u00fcndigt hatte.<\/p>\n<p>Trotzdem stellte sie sich mit dem kompletten Namen vor. Sie wollte noch anf\u00fcgen, wessen Tochter und warum sie da war, aber der junge Mann nahm ihr die M\u00fche ab. \u201eIch wei\u00df Bescheid\u201c, sagte er l\u00e4chelnd. \u201eDu sollst deiner Mutter helfen, das B\u00fcro von Professor Pfeiffer auszur\u00e4umen. Keine sch\u00f6ne Sache, das, aber deswegen musst du dir nicht den Kopf zerbrechen.\u201c Antonia hoffte, dass die Bemerkung sich auf den Autounfall bezog und nicht auf das, was der Professor hinterlassen hatte, aber ihre Mutter h\u00e4tte sie wohl zumindest vorgewarnt. Sie war ja schon seit Tagen dabei, die Unterlagen zu sichten, und w\u00fcrde garantiert nicht zulassen, dass Antonia mit ekligem, vielleicht sogar gef\u00e4hrlichem Zeug in Ber\u00fchrung kam. Gut, wenn sie Pech hatte, hatte der Professor Versuchstiere gehalten, und sie musste die K\u00e4fige putzen, aber das w\u00fcrde sie aushalten.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst mal f\u00fchrte der junge Mann sie in ein B\u00fcro. Unterwegs stellte er sich vor, er hie\u00df Klaas, war 22 und Assistent der Institutsleitung. In dieser Position arbeitete er haupts\u00e4chlich Frau Rohhofner zu, k\u00fcmmerte sich um ihren Kalender und bereitete ihre Termine vor, unterst\u00fctzte aber auch die Abteilungsleitungen, sofern die keine eigene Assistenz hatten.<\/p>\n<p>\u201eSetz dich!\u201c, forderte er sie im B\u00fcro auf und deutete auf die einzige Sitzgelegenheit, den Stuhl hinter dem Schreibtisch. \u201eIch sage der Chefin Bescheid, dass du da bist.\u201c \u201eNicht n\u00f6tig!\u201c, antwortete eine Frauenstimme. Als Antonia den Kopf wandte, stand in der eben noch verschlossenen Zwischent\u00fcr eine Frau in Jeans und T-Shirt, die freundlich l\u00e4chelte. \u201eIch hab die Klingel auch geh\u00f6rt.\u201c Der Tonfall gefiel Antonia, es schien so, als w\u00fcrde es im Institut trotz der ernsten Themen, an denen es arbeitete, im pers\u00f6nlichen Umgang recht locker zugehen.<\/p>\n<p>Frau Rohhofner bat Antonia nach nebenan und bot ihr Platz an. Im Gegensatz zu Klaas hatte sie mehrere St\u00fchle im B\u00fcro stehen, n\u00e4mlich neben dem Schreibtisch einen kleinen Besprechungstisch. W\u00e4hrend Antonia sich z\u00f6gernd setzte, ging die Institutsleiterin an den Schreibtisch und st\u00fclpte sich das Headset \u00fcber, das an einem Haken an einem der beiden Computermonitore ging. \u201eIlka?\u201c, sagte sie nach ein paar Augenblicken. \u201eKommst du runter? Deine Tochter ist da.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDeine Mutter kommt gleich\u201c, sagte sie zu Antonia, nachdem sie den Anruf beendet hatte. \u201eSie wird dir alles zeigen, was du wissen musst, damit du loslegen kannst. Um ein paar kleine Formalit\u00e4ten vorher kommen wir leider nicht drum herum, aber keine Sorge, das ist nichts Wildes.\u201c<\/p>\n<p>Das war es tats\u00e4chlich nicht, Antonia bekam einen Arbeitsvertrag und musste unterschreiben, dass sie nichts von dem, was sie \u00fcber das Institut und seine Arbeit erfuhr, weitererz\u00e4hlen w\u00fcrde. Weil sie noch nicht vollj\u00e4hrig war, musste ihre Mutter ebenfalls unterschreiben. Zuletzt bekam Antonia noch einen Ausweis, den sie sich an den Hosenbund heftete, damit jeder erkennen konnte, dass sie berechtigt war, sich im Institut aufzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Nachdem ihre Mutter sie noch herumgef\u00fchrt und einigen Kolleginnen und Kollegen vorgestellt hatte, st\u00fcrzte Antonia sich in die Arbeit. Nat\u00fcrlich konnte sie nicht die Unterlagen sichten, daf\u00fcr fehlte ihr das n\u00f6tige Wissen, aber es gab auch gen\u00fcgend Aufgaben, f\u00fcr die sie keine Vorkenntnisse brauchte. Das fing an mit kleinen Dingen wie dem Einsammeln von Stiften, Notizbl\u00f6cken, Lochern und allem anderen B\u00fcromaterial, das \u00fcber Schreibtische und Regale verstreut war. So etwas war f\u00fcr sich genommen keine gro\u00dfe Aufgabe, aber viele kleine Aufgaben l\u00e4pperten sich auch zusammen.<\/p>\n<p>Mit solchen T\u00e4tigkeiten vergingen zwei Nachmittage im Institut. Es war nicht herausfordernd, nicht einmal spannend, aber immerhin wurde es belohnt. Frau Rohhofner \u2013 Marina hie\u00df sie mit Vornamen \u2013 war offensichtlich zufrieden mit Antonia, und das schlug sich auch im Lohn nieder. Urspr\u00fcnglich waren 7 Euro Stundenlohn vereinbart gewesen, das lag schon \u00fcber dem Durchschnitt f\u00fcr Dreizehnj\u00e4hrige, und am Ende des zweiten Arbeitstages erh\u00f6hte Marina ihn spontan auf 12 Euro. Das war der Mindestlohn, den sie einer erwachsenen Aushilfe h\u00e4tte zahlen m\u00fcssen, allerdings h\u00e4tte jemand, der \u00e4lter war, auch l\u00e4nger arbeiten und Aufgaben \u00fcbernehmen d\u00fcrfen, die f\u00fcr Antonia tabu waren. Antonia durfte nur zwei Stunden pro Tag arbeiten, aber das reichte, dass sie nach der ersten Woche schon fast zwei Monatstaschengelder verdient hatte. Da war es zu verkraften, dass die Arbeit selbst bislang nicht weiter aufregend gewesen war.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte ihre Mutter f\u00fcr die neue Woche eine Aufgabe f\u00fcr sie, die interessanter zu werden versprach, als Kleinkram einzusammeln oder Ausschuss der Entsorgung zuzuf\u00fchren: Sie sollte Professor Pfeiffers Bibliothek sichten. Der Professor hatte in seinem B\u00fcro zwei Regale mit B\u00fcchern und mehrere Kisten mit Fachzeitschriften. Auch auf dem Schreibtisch und im Labor lagen noch B\u00fccher, die Antonias Mutter nicht unbesehen ins Altpapier werfen wollte. Sie bat Antonia, zun\u00e4chst mal alle B\u00fccher nur fl\u00fcchtig durchzubl\u00e4ttern, um festzustellen, ob sie aus der Bibliothek ausgeliehen waren oder sonst jemandem zur\u00fcckgegeben werden mussten. Anschlie\u00dfend sollte sie versuchen, veraltete Ausgaben auszusortieren, ihre Mutter hatte schon daf\u00fcr gesorgt, dass sie daf\u00fcr einen Computer bekam, um im Internet den Katalog der Nationalbibliothek abfragen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Antonia machte sich mit Eifer an die Arbeit. Buch um Buch nahm sie aus dem Regal, schaute auf dem Inneneinband vorne und hinten nach Bibliotheksstempeln, Widmungen oder anderen Hinweisen auf einen fremden Besitzer, und stellte es wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>So viele B\u00fccher! Ob der Professor die wohl alle gelesen hatte? Wahrscheinlich nicht, vermutete Antonia, sonst w\u00e4re er zu nichts anderem mehr gekommen. Schlie\u00dflich waren das Fachb\u00fccher, der Inhalt hoch kompliziert, das las sich nicht so schnell weg wie ein Abenteuerroman. Antonia hatte ab und an mitbekommen, wie ihre Mutter das machte, sie nutzte solche B\u00fccher als Nachschlagewerke, wie ein Lexikon.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall hatte er nicht nur gelesen, das sah Antonia, als sie die ersten B\u00fccher vom zweiten Regalboden nahm. Sein Name stand auf dem Einband, teils allein, teils als einer von mehreren. Die Titel h\u00f6rten sich kompliziert an, mit Fachw\u00f6rtern, die Antonia nichts sagten. Aber Professor Pfeiffer musste Ahnung von seinem Fach gehabt haben, denn Antonia fand fast zwanzig B\u00fccher, die er allein oder zusammen mit anderen geschrieben hatte. Manche davon trugen unter dem Titel einen Zusatz, dass es sich um eine aktualisierte Neuauflage handelte, bei einem war es die 23. Antonia wertete das als Beweis, dass die B\u00fccher etwas taugten, denn sonst w\u00e4ren sie bestimmt nicht so oft neu aufgelegt worden, sondern schnell in der Versenkung verschwunden.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Regalboden hatte eine Glast\u00fcr, die abgeschlossen war. Einen Schl\u00fcssel sah Antonia nicht, er steckte nicht im Schloss und lag auch nicht auf dem Brett darunter oder dar\u00fcber. \u201eWei\u00dft du, wo der Schl\u00fcssel ist?\u201c, fragte sie ihre Mutter. \u201eOder soll ich die erst mal auslassen?\u201c \u201eKeine Ahnung\u201c, antwortete ihre Mutter. \u201eSchau mal nach, ob du den Schl\u00fcssel findest, vielleicht im Schreibtisch. Wenn er nicht da ist, m\u00fcssen wir den Schrank aufbrechen.\u201c \u201eDu meinst, die Scheibe einschlagen?\u201c, wunderte Antonia sich. Ihre Mutter zuckte mit den Schultern. \u201eWenn wir Pech haben, hat er den Schl\u00fcssel bei sich\u201c, sagte sie. \u201eDann kommen wir da so schnell nicht dran, wenn \u00fcberhaupt noch. Aber einen Hammer braucht\u2019s nicht, im schlimmsten Fall einen Glasschneider.\u201c<\/p>\n<p>Antonia nickte und machte sich auf die Suche. Im Schreibtisch lagen einige Schl\u00fcssel, das hatte sie gesehen, als sie das Schreibzeug herausgekramt hatte. Falls von denen keiner passte, w\u00fcrde sie alle Schl\u00fcssel durchprobieren, die sie sonst noch im B\u00fcro oder im Labor fand.<\/p>\n<p>Doch die M\u00fche war vergebens, keiner der Schl\u00fcssel aus der Schreibtischschublade passte, und sonst fand Antonia nur noch zwei Schl\u00fcssel, die im Labor in zwei Schrankt\u00fcren steckten. Auch sie passten nicht ins Schloss des B\u00fccherregals, Antonia hatte auch nicht damit gerechnet.<\/p>\n<p>Allerdings hatte sie bei der Ausprobiererei den Eindruck gewonnen, dass das Schloss kein Exemplar der h\u00f6chsten Sicherheitskategorie war. Der Verschlussmechanismus bestand offenbar nur aus einem Drehriegel, der sich mit dem Schlie\u00dfzylinder drehte und beim Abschlie\u00dfen in eine Aussparung in der Regalwand senkte. Antonia war alles andere als eine erfahrene Einbrecherin, im Gegenteil, sie hatte noch nie ein Schloss aufgebrochen, aber sie beschloss, ihr Gl\u00fcck zu versuchen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr brauchte sie auf jeden Fall etwas, das einerseits schmal genug war, um es zwischen Scheibe und Regalwand durchzuschieben, aber andererseits stabil genug, um den Riegel hochzudr\u00fccken. Zun\u00e4chst \u00fcberlegte sie, eine B\u00fcroklammer zurechtzubiegen, doch als sie in die Plastikbox mit dem gesammelten B\u00fcromaterial griff, fiel ihr Blick auf ein B\u00fcndel Heftstreifen, und sie hatte eine bessere Idee. Der Metallstreifen darin, der die Papiere zusammenhielt, war l\u00e4nger als eine aufgebogene B\u00fcroklammer, und bestimmt auch stabiler, damit w\u00fcrde es leichter gehen.<\/p>\n<p>Antonia versuchte es, aber es war doch schwieriger, als sie es sich vorgestellt hatte. Im Film sah das so leicht aus, ein bisschen prockeln, und schon war das Schloss auf. Aber die Scheibe stie\u00df direkt an die Regalwand, und Antonia hatte einige M\u00fche, ihr primitives Werkzeug dazwischenzuquetschen. Irgendwann schaffte sie es, aber der Druck auf den Metallstreifen war zu hoch, es gelang ihr nicht, ihn nach oben zu schieben gegen den Riegel. Mist, sie brauchte etwas, um den Spalt zwischen Scheibe und Holz zu weiten! Sie \u00fcberlegte kurz, dann lief sie in die Teek\u00fcche und holte sich ein Buttermesser aus der Besteckschublade. Das war stabil genug, um die Scheibe eine Winzigkeit wegzuhebeln, gerade genug, dass der Metallstreifen ausreichend Spielraum hatte. Jetzt war es wirklich ein Kinderspiel, und ein paar Augenblicke sp\u00e4ter konnte sie die Scheibe \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>\u201eIch hab\u2019s!\u201c, sagte sie zu ihrer Mutter, die sich die ganze Zeit schon durch irgendwelche Unterlagen w\u00fchlte. Von Digitalisierung schien Professor Pfeiffer nicht viel gehalten zu haben, Aktenordner hatte er noch mehr als B\u00fccher. Ihre Mutter schaute auf und sah die behelfsm\u00e4\u00dfigen Einbruchswerkzeuge, die Antonia noch in der Hand hielt. \u201eDu hast das Schloss geknackt?\u201c, wunderte sie sich. \u201eDamit?\u201c Antonia nickte. \u201eWar gar nicht schwer\u201c, versicherte sie, \u201enur ein ganz simples Metallding, das ich wegschieben musste.\u201c \u201eZum Gl\u00fcck!\u201c, meinte ihre Mutter, halb im Scherz. \u201eWenn\u2019s schwer gewesen w\u00e4re, dann m\u00fcsste ich mir Sorgen machen, woher du das kannst. Du brauchst das auch gar nicht weiter zu \u00fcben, okay?\u201c Antonia grinste. \u201eWer wei\u00df, wie viele Schl\u00f6sser ohne Schl\u00fcssel ich hier noch finde\u201c, gab sie trocken zur\u00fcck. \u201eAber keine Sorge, Einbrecherin werde ich nicht. Da m\u00fcsste ich ja jedes Mal mit schwerem Gep\u00e4ck rennen, wenn ich anschlie\u00dfend abhaue.\u201c Sie ging regelm\u00e4\u00dfig in die Kletterhalle und war auch sonst nicht unsportlich, aber trotzdem.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihre Mutter sich wieder ihrer Arbeit zuwandte, begann Antonia, den Inhalt des ge\u00f6ffneten Regals zu sichten. Es waren nur wenige B\u00fccher, die hier standen, und ein bisschen wunderte sie sich, warum der Professor sie unter Verschluss gehalten hatte. Die B\u00fccher sahen nicht so aus, als geh\u00f6rten sie unbedingt in den Giftschrank; Antonia verstand zwar nicht alle Fachbegriffe in Titeln und Klappentexten, aber es schienen ihr doch ganz gew\u00f6hnliche wissenschaftliche Werke zu sein, die auch in frei zug\u00e4nglichen Bibliotheken zu finden waren. Au\u00dferdem taugte die Sicherung nicht, um jemanden aufzuhalten, der ernsthaft an das Fach wollte, das hatte Antonia ja gerade selbst bewiesen.<\/p>\n<p>Sie las die Titel ihrer Mutter vor, aber auch die sah nicht, warum jemand diese B\u00fccher wegschlie\u00dfen sollte. \u201eNichts Ungew\u00f6hnliches\u201c, sagte sie. \u201eAlles Themen, zu denen man eben was im Schrank hat, wenn man sich intensiv mit Genetik befasst.\u201c \u201eAuch die B\u00fccher \u00fcber Neandertaler?\u201c, wunderte sich Antonia. Die drei oder vier B\u00fccher \u00fcber diesen ausgestorbenen Verwandten des modernen Menschen waren ihr aufgefallen, weil sie nicht zum Rest zu passen schienen. Das war doch was Fr\u00fchgeschichtliches und hatte nichts mit Genetik zu tun!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4. Juli 2023 216 978-3757820978 Books on Demand Der Job, mit dem Antonia sich etwas zum Taschen&shy;geld dazuver&shy;dienen darf, ver&shy;spricht wenig Span&shy;nung. Am Insti&shy;tut, an dem ihre Mutter forscht, hilft sie, das B\u00fcro eines t\u00f6dlich verun&shy;gl\u00fcck&shy;ten Profes&shy;sors auszu&shy;r\u00e4umen, sammelt Schreib&shy;zeug zusam&shy;men und sor&shy;tiert B\u00fccher. 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