{"id":925,"date":"2024-03-15T15:55:08","date_gmt":"2024-03-15T14:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=925"},"modified":"2024-03-15T15:55:08","modified_gmt":"2024-03-15T14:55:08","slug":"ein-geist-ist-kein-gespenst","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=925","title":{"rendered":"Ein Geist ist kein Gespenst"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Ein Geist ist kein Gespenst\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-Ein-Geist-ist-kein-Gespenst.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs Ein Geist ist kein Gespenst\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>17. Oktober 2022\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>35\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3756835065\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>Geister gibt es doch, Punkt! Doch damit steht Ludwig in der Klasse allein da, und die anderen Jungen nutzen jede Gelegen&shy;heit, dar\u00fcber zu spotten. Camille findet das nicht in Ordnung, aber sie wei\u00df\u009f auch nicht, wie sie es ver&shy;hindern kann. Eigent&shy;lich gibt es nur einen Weg: Sie muss Ludwig be&shy;weisen, dass es keine Gespens&shy;ter gibt. Blo\u00df\u009f wie? Vor allem, wenn nichts so l\u00e4uft, wie sie sich das vor&shy;stellt?<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac0,99<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/ein-geist-ist-kein-gespenst\/id6443419778\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum iBooks-Shop (Apple)\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/44259383\/ren_bote_ein_geist_ist_kein_gespenst.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/ein-geist-ist-kein-gespenst-rene-bote-9783756835065\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"justifyText\"><p><b>Autorenplauderei: Anders<\/b><\/p><p>Camilles Ge&shy;danken&shy;g\u00e4nge in der Ge&shy;schichte sind logisch: Ludwig hat seine eigene Ansicht, eine Ansicht, die mit der seiner Klassen&shy;kamera&shy;den nicht zu&shy;sammen&shy;passt. Solange er dabei bleibt, werden die anderen nicht auf&shy;h\u00f6ren, ihn zu ver&shy;spotten. Trotz&shy;dem darf man sich meiner Meinung nach die Frage stellen, ob Camille den rich&shy;tigen Weg gew\u00e4hlt hat. Dass Ludwig an die Exis&shy;tenz von Geis&shy;tern glaubt, tut nieman&shy;dem weh &ndash; w\u00e4re es nicht auch eine Option gewesen, die anderen dazu zu bringen, seine Ansicht zu akzep&shy;tieren?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px;\">Es war nur eine kleine Szene in dem Buch, das die 5a gerade im Deutschunterricht las, eigentlich nicht mehr als eine Erw\u00e4hnung: Der Protagonist des Buches hatte in der Nacht ein Ger\u00e4usch geh\u00f6rt und hatte f\u00fcr einen kurzen Moment Angst, es w\u00fcrde spuken. Das Ganze k\u00fcndigte blo\u00df einen unerwarteten, aber durchaus irdischen Besuch an und wurde nicht wieder aufgegriffen.<\/p>\n<p>Trotzdem blieb die Klasse an dieser Stelle h\u00e4ngen, und es entspann sich eine lebhafte Diskussion \u00fcber das Wesen von Geistern. Schuld daran war Daniel, er konnte es nicht lassen, Ludwig aufzuzwicken, der tats\u00e4chlich noch an Gespenster glaubte. \u201eSchade, was?\u201c, sagte er in Richtung seines Klassenkameraden. \u201eDoch nur ein Marder, kein Gespenst, das kommt, um ihn zu holen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eGeister holen niemanden!\u201c, fuhr Ludwig auch prompt auf. Schr\u00e4g hinter ihm unterdr\u00fcckte Camille ein Seufzen. Auch dieses Lied kannte sie \u2013 und jeder andere in der Klasse \u2013 auswendig, von der ersten bis zur letzten Strophe. \u201eSie schlurfen auch nicht um Mitternacht durch alte Gem\u00e4uer, das ist Gew\u00e4sch aus irgendwelchen bl\u00f6den B\u00fcchern.\u201c<\/p>\n<p>Ludwig glaubte daran, dass Geister mitten unter den Menschen waren, v\u00f6llig unbemerkt und ohne ihnen B\u00f6ses zu wollen. Sie gingen nicht um, weil ihnen irgendetwas, was sie zu Lebzeiten nicht erledigt hatten, keine Ruhe lie\u00df; seiner Meinung nach verweilten sie bei Menschen oder an Orten, zu denen sie eine starke Zuneigung versp\u00fcrten. Sie fielen nicht auf, weil sie v\u00f6llig normal wirkten, nicht abgerissen oder durchscheinend, wie sie oft beschrieben wurden.<\/p>\n<p>Als Beispiel f\u00fchrte Ludwig gern einen Pfarrer aus dem 18. Jahrhundert an, von dem es hie\u00df, er h\u00e4tte noch Wochen nach seinem Tod jeden Sonntag in seiner Kirche den Gottesdienst gehalten. Erst als der \u00f6rtliche Richter wegen einer Familiensache jemanden geschickt hatte, im Pfarrhaus die Kirchenb\u00fccher einzusehen, war der Leichnam des Pfarrers gefunden worden.<\/p>\n<p>Camille hielt das f\u00fcr Unsinn. Sie hatte noch nie an Gespenster geglaubt, nicht mal als kleines Kind, und der Geschichte, die Ludwig schon mehrfach erz\u00e4hlt hatte, ma\u00df sie keine Bedeutung bei. Wenn sie nicht ohnehin ausgedacht war, dann gab es garantiert eine nat\u00fcrliche Erkl\u00e4rung, die vielleicht nur mit den damaligen Mitteln nicht zu erkennen gewesen war. Das Ganze war ja \u00fcber 200 Jahre her, wie genau hatte man damals denn schon feststellen k\u00f6nnen, wie lange jemand tot war? Ein moderner Pathologe h\u00e4tte da etliche kleine Anhaltspunkte zusammenf\u00fchren k\u00f6nnen, aber viele Untersuchungsmethoden waren erst sehr viel sp\u00e4ter erfunden worden. Wahrscheinlich war damals nicht mal ein Experte hinzugezogen worden, der wenigstens auf dem Stand der Wissenschaft dieser Zeit gewesen war, sondern nur ein lokaler Leichenbeschauer ohne tiefergehende Kenntnisse. Die einfachste Erkl\u00e4rung war f\u00fcr Camille, dass der Pfarrer irgendwann zwischen seinem letzten Gottesdienst und dem Besuch des Gerichtsboten gestorben war; die Leute, die gesch\u00e4tzt hatten, er w\u00e4re seit Wochen tot, hatten sich einfach geirrt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17. Oktober 2022 35 978-3756835065 Books on Demand Geister gibt es doch, Punkt! Doch damit steht Ludwig in der Klasse allein da, und die anderen Jungen nutzen jede Gelegen&shy;heit, dar\u00fcber zu spotten. Camille findet das nicht in Ordnung, aber sie wei\u00df\u009f auch nicht, wie sie es ver&shy;hindern kann. 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