{"id":914,"date":"2024-03-15T14:50:12","date_gmt":"2024-03-15T13:50:12","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=914"},"modified":"2024-03-15T14:50:12","modified_gmt":"2024-03-15T13:50:12","slug":"starke-diebe-schwache-beute","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=914","title":{"rendered":"Starke Diebe, schwache Beute"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Starke Diebe, schwache Beute\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9baa9b4c wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-Starke-Diebe-schwache-Beute.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs Starke Diebe, schwache Beute\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>23. Mai 2022\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>54\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3756213979\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>Ein biss&shy;chen altes Spiel&shy;zeug und aus&shy;rangier&shy;ten Hausrat auf dem Floh&shy;markt ver&shy;kaufen: an sich keine gro\u00dfe Sache, aber doch ein kleines Aben&shy;teuer f\u00fcr Alba und Alexan&shy;der. Dass ihnen die ersten Sachen schon abge&shy;nommen werden, noch ehe sie den Markt&shy;platz errei&shy;chen, war aber nicht geplant, und sie hatten sich eigent&shy;lich schon vorge&shy;stellt, ein biss&shy;chen Geld daf\u00fcr zu bekom&shy;men. Die gr\u00f6\u00df\u009fte Frage aber bleibt: Warum ris&shy;kiert jemand so viel f\u00fcr so wenig Beute?<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac1,49<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/starke-diebe-schwache-beute\/id1624491693\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum iBooks-Shop (Apple)\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/42686431\/rene_bote_starke_diebe_schwache_beute.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/starke-diebe-schwache-beute-rene-bote-9783756213979\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"justifyText\"><p><b>Autorenplauderei: Die Kunst des Weg&shy;lassens<\/b><\/p><p>Jeder Autor kennt sie: schmerz&shy;hafte Trennun&shy;gen. Kaum eine Ge&shy;schichte ent&shy;steht, ohne dass die eine oder andere Idee \u00fcber Bord geht, weil sie am Ende doch nicht richtig passt. <\/p>\n<p><i>Bei Starke Diebe, schwa&shy;che Beute<\/i> ist dieser Not&shy;wendig&shy;keit des Aus&shy;sortie&shy;rens der pers\u00f6n&shy;liche Hinter&shy;grund der Protago&shy;nisten zum Opfer gefal&shy;len. Dar\u00fcber, dass Alba Halb&shy;spanie&shy;rin und mit zwei Mutter&shy;spra&shy;chen aufge&shy;wachsen ist, hatte ich eigent&shy;lich viel mehr erz\u00e4h&shy;len wollen, aber letzt&shy;lich h\u00e4tte alles, was \u00fcber die nun enthal&shy;tenen Andeu&shy;tungen hinaus&shy;geht, den Fort&shy;gang der Ge&shy;schichte gest\u00f6rt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px;\">Die Plakate hingen im ganzen Viertel und waren kaum zu \u00fcbersehen: Samstag gro\u00dfer Flohmarkt auf dem Parkplatz am Stadtwald. Der Veranstalter versprach eine bunte Mischung aus Privatverk\u00e4ufern und Tr\u00f6delprofis und lockte mit Parkm\u00f6glichkeiten und kulinarischen Angeboten. Unentschlossenen Verk\u00e4ufern sollten niedrige Standgeb\u00fchren Beine machen.<\/p>\n<p>Alba hatte einen Standplatz gebucht, um ein paar alte Sachen zu Geld zu machen, Spielsachen und B\u00fccher, von denen sie ganz sicher war, dass sie sie nicht mehr haben wollte. Auch Kleidungsst\u00fccke, aus denen sie in den letzten Monaten herausgewachsen war, w\u00fcrde sie verkaufen, aber das war nur eine Handvoll. Die meiste Kleidung, die sie nicht mehr tragen konnte, kam bei n\u00e4chster Gelegenheit in die Altkleidersammlung.<\/p>\n<p>Um eine Vorstellung zu bekommen, welche Preise sie verlangen konnte, hatte sie bei Ebay gest\u00f6bert. Reicht\u00fcmer w\u00fcrde sie nicht ernten, das war ihr vorher klar gewesen, und f\u00fcr ihre paar Sachen allein h\u00e4tte sich der Aufwand gar nicht gelohnt. Da h\u00e4tte sie kaum die Standgeb\u00fchr wieder reinbekommen, selbst wenn sie alles zu den Preisen h\u00e4tte verkaufen k\u00f6nnen, die sie sich vorstellte. Daf\u00fcr h\u00e4tte sie sich bestimmt nicht den halben Samstag um die Ohren geschlagen, so eilig hatte sie es nicht, die Sachen loszuwerden. Weder brauchte sie Platz und musste das Zeug deshalb schnell loswerden, noch sparte sie auf etwas.<\/p>\n<p>Aber mithilfe der ganzen Familie kam genug zusammen, dass die Aktion sich lohnte. Albas Stiefbruder Alexander hatte auch ein paar Sachen, die er nicht mehr brauchte und nur noch nicht bei Ebay eingestellt hatte, weil er keine Lust aufs Verpacken und Verschicken hatte. In Summe war das schon mal genug, dass die anderen H\u00e4ndler sie nicht auslachen w\u00fcrden, und lustiger w\u00fcrde es zu zweit sowieso sein.<\/p>\n<p>Alba und Alexander waren beide elf, gingen auch in die gleiche Klasse und verstanden sich so wie die meisten Geschwisterpaare. Manchmal zankten sie, aber wenn es darauf ankam, hielten sie zusammen. Albas Mutter hatte Alexanders Vater kennengelernt, als Alba gerade in den Kindergarten gekommen war, vor sechs Jahren waren sie zusammengezogen und hatten bald darauf geheiratet. Albas Eltern hatten sich getrennt, als Alba noch ganz klein gewesen war, Alexanders Mutter war so fr\u00fch gestorben, dass er sich gar nicht mehr an sie entsinnen konnte.<\/p>\n<p>Da damals sowohl Alba, ihre Mutter und Albas Bruder Iago einen kompletten Hausstand mitgebracht hatten, als auch Alexander und sein Vater, waren nach dem Einzug ins gemeinsame Heim pl\u00f6tzlich viele Sachen doppelt vorhanden gewesen. Vieles, was auf diese Weise \u00fcbersch\u00fcssig geworden war, lag immer noch im Keller, weil sich niemand die M\u00fche gemacht hatte, gezielt zu entr\u00fcmpeln. Nur vereinzelt waren Sachen verschenkt worden, wenn im Bekanntenkreis jemand etwas hatte brauchen k\u00f6nnen. Jetzt hatten Albas Mutter und Stiefvater die Gelegenheit genutzt und gr\u00fcndlich aussortiert. Dabei war viel zusammengekommen, und daf\u00fcr, dass sie sich um den Verkauf k\u00fcmmerten, w\u00fcrden Alba und Alexander die Einnahmen unter sich aufteilen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Wie sie ihr Angebot zum Markt brachten, mussten die beiden allerdings selbst sehen, denn die Eltern hatten keine Zeit, sie mit dem Auto zu bringen. Alba und Alexander l\u00f6sten das pragmatisch, schnappten sich n\u00e4mlich die Schubkarren aus dem Garten und luden sie voll. Der Weg war nicht allzu weit, zu Fu\u00df eine gute Viertelstunde, mit den vollen Schubkarren vielleicht ein paar Minuten mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Als Alba und Alexander nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ihre Schubkarren beluden, war es noch ziemlich frisch, aber es versprach ein sonniger Tag zu werden. Sicherheitshalber nahm Alba zwei Flaschen Wasser mit, und Alexander deckte sich ebenfalls gro\u00dfz\u00fcgig ein. Sie w\u00fcrden ja auch eine Weile weg sein, der Flohmarkt sollte um elf beginnen und bis nachmittags um f\u00fcnf dauern. Alba und Alexander wollten auf jeden Fall bis zum Schluss bleiben, falls sie nicht vorher schon alles verkauft hatten. Aber daran glaubten sie nicht, sie sch\u00e4tzten, dass sie einen Teil der Sachen wieder mit nach Hause bringen w\u00fcrden. Was sie mit denen machten, w\u00fcrden sie sp\u00e4ter sehen.<\/p>\n<p>Um kurz nach zehn schoben sie los. Sie hatten einen reservierten Platz, mussten also nicht \u00fcberaus fr\u00fch da sein, um sich einen guten Platz zu sichern, an dem m\u00f6glichst viele Leute vorbeikommen w\u00fcrden. Aber sie wollten genug Zeit haben, ihren \u201eStand\u201c aufzubauen, Alexander hatte in seiner Schubkarre ein paar beim Renovieren \u00fcbrig gebliebene Paneelbretter, mit denen sie eine Art Theke bauen wollten.<\/p>\n<p>Der Weg f\u00fchrte einmal quer durch das Viertel, in dem Alba und Alexander wohnten, zum Stadtrand. Hinter einer Neubausiedlung begann der Wald, ein ausgedehntes Naherholungsgebiet. Es gab ein Restaurant, ein Caf\u00e9, eine Minigolfanlage und zwei gro\u00dfe Parkpl\u00e4tze, von denen einer an diesem Tag f\u00fcr den Flohmarkt reserviert war.<\/p>\n<p>Ein wenig merkw\u00fcrdig f\u00fchlte Alba sich schon, als sie mit der Schubkarre durch die kleine Einkaufsmeile des Viertels schob. Sie hatte das Gef\u00fchl, dass alle Passanten sie anstarrten, und obwohl sie nichts Unrechtes tat, glaubte sie, das gesammelte Misstrauen mit den H\u00e4nden greifen zu k\u00f6nnen. Musste es f\u00fcr einen Unbeteiligten nicht so aussehen, als k\u00e4me sie gerade von einem erfolgreichen Einbruch? Sie sagte sich selbst, dass das Unsinn war, Einbrecher transportierten ihre Beute unauff\u00e4llig in einem Rucksack oder kamen gleich mit dem Auto, aber das Gef\u00fchl blieb. Auch Alexander atmete auf, als sie das belebte Stra\u00dfenst\u00fcck hinter sich lie\u00dfen, und das nicht nur, weil sie sich jetzt nicht mehr zwischen vielen Passanten durchschl\u00e4ngeln mussten.<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Teil der Strecke hatten sie geschafft, Alba sch\u00e4tzte, dass sie in gut f\u00fcnf Minuten am Ziel sein w\u00fcrden. \u201eAbk\u00fcrzung?\u201c, erkundigte sie sich kurz vor der n\u00e4chsten Ecke. \u201eAbk\u00fcrzung\u201c, best\u00e4tigte Alexander.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23. Mai 2022 54 978-3756213979 Books on Demand Ein biss&shy;chen altes Spiel&shy;zeug und aus&shy;rangier&shy;ten Hausrat auf dem Floh&shy;markt ver&shy;kaufen: an sich keine gro\u00dfe Sache, aber doch ein kleines Aben&shy;teuer f\u00fcr Alba und Alexan&shy;der. Dass ihnen die ersten Sachen schon abge&shy;nommen werden, noch ehe sie den Markt&shy;platz errei&shy;chen, war aber nicht geplant, und sie hatten sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-914","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renebote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/914","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renebote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/renebote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renebote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renebote.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=914"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/renebote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/914\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":915,"href":"https:\/\/renebote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/914\/revisions\/915"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renebote.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=914"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}