{"id":907,"date":"2024-03-14T21:32:47","date_gmt":"2024-03-14T20:32:47","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=907"},"modified":"2024-03-14T21:32:47","modified_gmt":"2024-03-14T20:32:47","slug":"protzbunker","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=907","title":{"rendered":"Protzbunker"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Protzbunker\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-Protzbunker.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs Protzbunker\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>12. M\u00e4rz 2022\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>80\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3755709657\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>Lieven scheint Gl\u00fcck zu haben nach dem Umzug in die Nachbar&shy;stadt: Die neue Klasse ist echt okay, und schnell geh\u00f6rt er einfach dazu. Vor allem Mike, der Key&shy;boarder, der manch&shy;mal so ruppig wirkt, erweist sich als echter Freund. Doch dann ist er pl\u00f6tz&shy;lich wie ausge&shy;wech&shy;selt, und Lieven hat keine Idee, was er falsch gemacht haben k\u00f6nnte. Schon rauszu&shy;finden, was Mikes Problem ist, ist alles andere als leicht, und danach ist Lieven immer noch weit davon ent&shy;fernt, eine L\u00f6sung zu haben &#8230;<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac1,99<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/protzbunker\/id1612621920\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum iBooks-Shop (Apple)\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/42262983\/rene_bote_protzbunker.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/protzbunker-rene-bote-9783755709657\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"justifyText\"><p><b>Autorenplauderei: Bauen ohne R\u00fcck&shy;sicht<\/b><\/p><p>Die Ge&shy;schichte greift ein Problem auf, das nach meinem Ein&shy;druck in den letzten Jahren deut&shy;lich zuge&shy;nommen hat: Das Zubauen immer neuer Fl\u00e4chen, ohne R\u00fcck&shy;sicht, was anderen damit ver&shy;loren geht. Um keine Miss&shy;ver&shy;st\u00e4nd&shy;nisse auf&shy;kommen zu lassen: Ich ver&shy;teufle nicht, dass gebaut wird, um neuen, bezahl&shy;baren Wohn&shy;raum zu schaffen. Ich bin auch nicht dagegen, Gewerbe&shy;treiben&shy;den, die bereit sind, r\u00fcck&shy;sichts&shy;voll zu agieren, die n\u00f6tigen Fl\u00e4chen zur Ver&shy;f\u00fcgung zu stellen, denn auch davon profi&shy;tieren viel mehr Men&shy;schen als nur die Gewerbe&shy;treiben&shy;den selbst. Aber es gibt ein Ph\u00e4no&shy;men, das mir dabei sauer auf&shy;st\u00f6\u00dft: Immer wieder sind es Gr\u00fcn&shy;fl\u00e4chen oder eben auch Sport- und Frei&shy;zeit&shy;fl\u00e4chen, die dem zum Opfer fallen, obwohl es &ndash; gerade hier bei mir im Ruhr&shy;gebiet &ndash; Indus&shy;trie&shy;brachen noch und noch gibt, die man daf\u00fcr nutzen k\u00f6nnte. Dann m\u00fcsste man sich aller&shy;dings Gedan&shy;ken darum machen, was da vorher mal war, und even&shy;tuell Geld in die Hand nehmen, um die Fl\u00e4chen von gef\u00e4hr&shy;lichen Hinter&shy;lassen&shy;schaften zu reini&shy;gen, und das will nat\u00fcr&shy;lich niemand bezah&shy;len.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px;\"><i>Goethe-Gymnasium \u2013 St\u00e4dtisches Gymnasium im Schulzentrum<\/i>, so steht es auf einem Messingschild neben der gro\u00dfen Glast\u00fcr. Mein neues Zuhause, was die Vormittage von Montag bis Freitag betrifft. Es ist halb acht an einem Montagmorgen im Februar, ich hab extra einen Bus fr\u00fcher genommen, um mir meine neue Schule wenigstens ein paar Minuten lang in Ruhe ansehen zu k\u00f6nnen. Ganz allein bin ich nicht auf dem Schulhof, aber die paar Leute, die den Schulbeginn nicht abwarten k\u00f6nnen, wissen ja nicht, dass ich neu bin. Ein unbekanntes Gesicht mehr oder weniger, das f\u00e4llt bei fast tausend Sch\u00fclern, die allein das Gymnasium hat, gar nicht auf. Wei\u00df gar nicht, wie viele Leute hier insgesamt rumlaufen, hier im Schulzentrum gibt\u2019s wohl f\u00fcr jeden Geschmack die richtige Schule.<\/p>\n<p>Ich hab mir vorher die Website angesehen und versucht, mir den Weg einzupr\u00e4gen. Keine Lust, gleich im Mittelpunkt zu stehen, da werde ich sowieso mehr von haben, als mir lieb ist, wenn ich mich der Klasse vorstellen muss. Noch eine halbe Stunde Galgenfrist, um acht f\u00e4ngt die erste Stunde an. Es brennt schon Licht in der Eingangshalle, aber Leute sehe ich keine in dem Bereich, den ich durch die T\u00fcr \u00fcberblicken kann. Eine weitl\u00e4ufige Halle, im Hintergrund die Treppe und ein Aufzug. Nach rechts und links zweigen G\u00e4nge ab, das kann ich nicht sehen, weil die Einm\u00fcndungen in die Halle im toten Winkel liegen, aber ich wei\u00df es. Ich habe mir ja angesehen, wo mein Klassenzimmer ist, wo die Fachr\u00e4ume sind, die Sporthalle\u2026 Ich will einfach nicht drauf angewiesen sein, dass mich jemand an die Hand nimmt.<\/p>\n<p>Immerhin, bis jetzt kann ich mich nicht beklagen, ich hab den Weg zur Bushaltestelle gefunden, ohne die Navi-App auf dem Handy einzuschalten, bin auch nicht in den falschen Bus gestiegen und hab mich nicht auf dem Weg durchs Schulzentrum verlaufen. Das Gel\u00e4nde ist ganz sch\u00f6n gro\u00df, das war an meiner alten Schule \u00fcbersichtlicher: Haupthaus, ein Nebengeb\u00e4ude und auf der anderen Stra\u00dfenseite noch die Sporthalle. Hier haben sie sogar Wegweiser aufgestellt, damit sich keiner verl\u00e4uft zwischen Gymnasium, Haupt- und Realschule und mehreren Bauten, die von allen Schulen genutzt werden. Die Sporthalle sieht cool aus auf den Fotos, echt gro\u00df und richtig hell.<\/p>\n<p>Ich suche mir einen Platz am Rand des Schulhofs, wo ich hoffentlich nicht gleich \u00fcber den Haufen gerannt werde, und warte. Noch will ich lieber nicht rein, s\u00e4he bl\u00f6d aus, wenn ich an der T\u00fcr ziehe, und dann ist noch abgeschlossen. Wenn ich welche reingehen sehe, dann gehe ich hinterher.<\/p>\n<p>Es dauert eine Weile, ein bisschen wundert mich das. Es ist doch ziemlich frisch, da h\u00e4tte ich gedacht, dass doch ein paar lieber drinnen warten. Ich sehe aber auch niemanden, der die T\u00fcren aufschlie\u00dft, entweder waren sie die ganze Zeit schon offen, oder das wird von irgendwo zentral gesteuert. Um viertel vor acht wird es schlagartig ziemlich voll auf dem Hof, weil da die ganzen Busse kommen. Das ist auch der Zeitpunkt, wo die Ersten reingehen, und ich h\u00e4nge mich einfach dran. Nicht, dass ich jemanden anquatschen w\u00fcrde, aber ich gehe auch zur T\u00fcr und rein in die Eingangshalle. Okay, drin bin ich schon mal, und jetzt?<\/p>\n<p>Ich \u00fcberlege kurz, ob ich mich direkt auf die Suche nach meinem Klassenzimmer machen soll, aber am Ende lasse ich\u2019s doch lieber. An meiner alten Schule durften wir so ab einer Viertelstunde vor der ersten Stunde in die Pausenhalle, aber nicht in die Flure oder die Klassenr\u00e4ume. Da durften wir erst hingehen, wenn\u2019s zum ersten Mal geklingelt hat, ich denke, das wird hier nicht viel anders sein.<\/p>\n<p>So wahnsinnig spannend ist das alles nicht, ich glaube, ich h\u00e4tte ruhig den sp\u00e4teren Bus nehmen k\u00f6nnen, den fast alle nehmen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer, und es h\u00e4tte auch anders laufen k\u00f6nne. Besser so, als wenn ich sp\u00e4ter komme und dann nicht wei\u00df, wo ich hin muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Zwei Minuten vor acht Uhr betrete ich das Klassenzimmer im zweiten Stock, in dem die 9b zu Hause ist. Bis jetzt hat mich noch niemand beachtet, aber das wird sich gleich \u00e4ndern, so viel ist sicher. Innerhalb der Klasse kennen sich nat\u00fcrlich alle untereinander, da f\u00e4llt sofort auf, wenn sich jemand daruntermischt, den sie noch nie gesehen haben. Ich wei\u00df auch nicht, ob sie schon Bescheid wissen, dass sie einen Neuen in die Klasse kriegen. Das steht zwar schon eine Weile fest, die Anmeldung haben meine Eltern vor \u00fcber zwei Monaten gemacht, aber man wei\u00df ja nicht, ob die Lehrer das weitererz\u00e4hlt haben.<\/p>\n<p>Erst mal bleibe ich neben der T\u00fcr stehen. In meinem Magen grummelt es, aber selbst wenn nicht, w\u00fcrde ich nicht weitergehen. Ich wei\u00df ja nicht, wo noch ein Platz frei ist, erst mal abwarten, bis die anderen sitzen.<\/p>\n<p>Weil ich sonst nichts zu tun habe, schaue ich mir meine neuen Klassenkameraden schon mal an. Ich versuche, nicht auff\u00e4llig zu glotzen, muss nicht sein, dass sie sich schon am ersten Tag angeschifft f\u00fchlen. 25 z\u00e4hle ich bis jetzt, viel mehr k\u00f6nnen es auch nicht sein. 14 Tische, jeweils f\u00fcr zwei Leute, k\u00f6nnen also maximal noch drei fehlen, wenn sie mich vergessen haben. Immer vier Tische in einer Reihe, mit einer schmalen L\u00fccke zwischen den \u00e4u\u00dferen und inneren Reihen und einem breiteren Mittelgang. Hinten sind\u2019s nur zwei Tische, einer am Fenster, einer an der Wand zum Gang.<\/p>\n<p>Die meisten hier wirken auf den ersten Blick nicht weiter auff\u00e4llig. In der zweiten Reihe sitzt einer auf der Fensterbank, der w\u00fcrde allen das Licht wegnehmen, wenn er nicht so schlank w\u00e4re. Ich sch\u00e4tze, wenn der mal fertig ist mit wachsen, dann kommt er mit einem Zollstock zum Messen nicht aus. Den oberen Abschluss bildet ein dunkler Lockenkopf. Der f\u00e4llt ein bisschen aus dem Rahmen, \u00fcbersehen kann man ihn nicht so leicht, und die anderen.. Na ja, mal schauen.<\/p>\n<p>Noch eine Minute bis zum zweiten Klingeln. \u201eWas machst\u2019n hier? Bist du neu?\u201c, brummt eine Stimme hinter mir. Schon komisch, ich stehe auf dem Pr\u00e4sentierteller, aber es muss erst einer von drau\u00dfen reinkommen, um mich zu bemerken. \u201eNee, ich bin ganz der Alte\u201c, sage ich spontan. Der Typ, der reingekommen ist, grinst. \u201eAber f\u00fcr die Disco noch nicht alt genug, was?\u201c, stellt er fest. \u201eGut gegeben! \u00dcbrigens, ich bin Mike.\u201c \u201eLieven\u201c, stelle ich mich vor. \u201eJa, ich bin neu hier. Frisch importiert. War aber nur ein Kurzstreckenflug.\u201c<\/p>\n<p>Mike guckt ziemlich verbl\u00fcfft, aber ich komme nicht mehr dazu, ihm zu erkl\u00e4ren, was ich damit meine. Es klingelt, und mit dem Klingeln kommt der Lehrer rein. Einer von den ganz P\u00fcnktlichen offensichtlich, hoffentlich nicht auch einer von den ganz Strengen.<\/p>\n<p>Hinter ihm hetzt ein M\u00e4dchen rein, knallrot im Gesicht und v\u00f6llig au\u00dfer Atem. Vom Lehrer gibt\u2019s einen missbilligenden Blick, also wohl doch einer von den \u00dcberkorrekten. \u201eTschuldigung!\u201c, japst das M\u00e4dchen. \u201eDer Bus\u2026\u201c \u201eJa, wie immer zu sp\u00e4t\u201c, f\u00e4llt ihr der Lehrer ins Wort. \u201eWird Zeit, dass du dir mal was einfallen l\u00e4sst. Sp\u00e4ter, wenn du arbeitest, kannst du auch nicht jeden Tag zu sp\u00e4t kommen.\u201c \u201eSp\u00e4ter kann ich entweder mit dem Auto fahren oder mir einen anderen Job suchen\u201c, antwortet das M\u00e4dchen, etwas verz\u00f6gert, weil es erst mal Atem sch\u00f6pfen muss. Wow! Unterkriegen l\u00e4sst die sich scheint\u2019s nicht, dabei sieht sie gar nicht aufm\u00fcpfig aus. Braune Haare, schlichte Frisur, Jeans, Anorak und leichte Winterschuhe, auf den ersten Blick h\u00e4tte ich gesagt, eher eine Ruhige, nett und bestimmt nicht frech zu den Lehrern. Aber klar, so was kann t\u00e4uschen, meine Mutter hat vorhin auch gesagt, ich soll sie mir erst mal alle in Ruhe angucken. \u201eSie wissen doch, wo ich wohne\u201c, sagt das M\u00e4dchen noch. \u201eIch w\u00fcrde ja einen Bus fr\u00fcher nehmen, gibt blo\u00df keinen.\u201c<\/p>\n<p>Der Lehrer presst kurz die Lippen zusammen. Ich habe den Eindruck, dass sie die Diskussion nicht zum ersten Mal f\u00fchren. Ja, ich wei\u00df, Mama, nicht vorschnell urteilen, aber so sieht\u2019s f\u00fcr mich eben gerade aus. Wahrscheinlich wei\u00df er genau, dass das M\u00e4dchen tats\u00e4chlich keine Chance hat, einen anderen Bus zu nehmen, will aber auch nicht zur\u00fcckstecken. \u201eSetz dich auf deinen Platz!\u201c, sagt er knapp, damit ist das Thema vorerst durch.<\/p>\n<p>Auch die anderen haben sich in der Zwischenzeit hingesetzt, nur ich stehe nach wie vor neben der T\u00fcr. \u201eUnd du?\u201c, fragt der Lehrer mich. \u201eKeine Platzkarte mehr gekriegt?\u201c Boah, wie witzig! \u201eIch bin neu hier\u201c, erkl\u00e4re ich. \u201eNeu in der Klasse. Lieven Brinkmann.\u201c \u201eAha\u201c, kommt mit ein, zwei Sekunden Versp\u00e4tung die Antwort. \u201eSch\u00f6n, dass ich das auch mal erfahre! Wusstet ihr das?\u201c<\/p>\n<p>Einhelliges Kopfsch\u00fctteln in der Klasse. Aber selbst wenn sie\u2019s gewusst h\u00e4tten, w\u00e4re es trotzdem nicht ihre Aufgabe gewesen, ihm Bescheid zu sagen. Das haben andere verpennt. Aber ich bin nat\u00fcrlich der, der jetzt doof dasteht, und der Lehrer, von dem ich nicht mal den Namen wei\u00df, scheint nicht zu wissen, was er jetzt mit mir anfangen soll.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12. M\u00e4rz 2022 80 978-3755709657 Books on Demand Lieven scheint Gl\u00fcck zu haben nach dem Umzug in die Nachbar&shy;stadt: Die neue Klasse ist echt okay, und schnell geh\u00f6rt er einfach dazu. Vor allem Mike, der Key&shy;boarder, der manch&shy;mal so ruppig wirkt, erweist sich als echter Freund. 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