{"id":895,"date":"2024-03-13T21:09:18","date_gmt":"2024-03-13T20:09:18","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=895"},"modified":"2024-03-13T21:09:18","modified_gmt":"2024-03-13T20:09:18","slug":"die-letzte-schuetzin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=895","title":{"rendered":"Die letzte Sch\u00fctzin"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Die letzte Sch\u00fctzin\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9baa9b4c wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-Die-letzte-Schuetzin.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs Die letzte Sch\u00fctzin\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>16. August 2021\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>57\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3754333679 \n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>\nEigent&shy;lich hatte die D-Jugend des SV Wacker den Klassen&shy;erhalt in der B-Liga schon ge&shy;schafft. Und eigent&shy;lich sitzt Lena auch nur zuf\u00e4l&shy;lig auf der Trib\u00fcne, als die Mann&shy;schaft sich doch noch einem Ab&shy;stiegs-End&shy;spiel stellen muss. Aber die Mann&shy;schaft kann jede Unter&shy;st\u00fct&shy;zung gebrau&shy;chen, und da kann auch Lena nicht au\u00dfen vor bleiben &#8230;\n<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac1,49<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/die-letzte-sch%C3%BCtzin\/id1580405367\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum iBooks-Shop (Apple)\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/41336082\/rene_bote_die_letzte_schuetzin.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/die-letzte-schuetzin-rene-bote-9783754333679\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px;\">\u201eHey, Lena, hast du dich in der T\u00fcr geirrt? Das ist der 5er!\u201c Lasse versuchte, es flapsig klingen zu lassen, aber man h\u00f6rte trotzdem, dass er sich wirklich wunderte. Okay, er hatte auch Grund dazu, denn normalerweise fuhr Lena tats\u00e4chlich nicht mit diesem Bus. Sie wohnte von der Schule aus gesehen fast genau in der entgegengesetzten Richtung und hatte auch keine Freunde im Westen der Stadt.<\/p>\n<p>Das Schuljahr n\u00e4herte sich dem Ende, und die Sechstkl\u00e4ssler hatten schon nach der f\u00fcnften Stunde frei, weil ihre Biolehrerin mit ihrer eigenen Klasse auf Klassenfahrt war. Sonst h\u00e4tte Lasse wahrscheinlich gar nicht gemerkt, dass Lena in die \u201efalsche\u201c Richtung fuhr, denn zum normalen Schulschluss waren die Busse vollgestopft bis zum Anschlag, trotz Einsatzwagen. Da musste man sich schon verdrehen, um den direkten Nachbarn ansehen zu k\u00f6nnen, geschweige denn, dass man den dritt-, viertn\u00e4chsten Mitfahrer noch sah.<\/p>\n<p>Falls Lasse erwartet hatte, dass Lena sich nun hektisch zum Ausstieg durchk\u00e4mpfen w\u00fcrde, hatte er sich get\u00e4uscht. Sie war genau in dem Bus, den sie nehmen wollte, und Lasse w\u00fcrde sie auch in den n\u00e4chsten beiden Tagen als Mitfahrerin erleben. Die Erkl\u00e4rung war einfach und auch kein Geheimnis, auch wenn sicherlich dar\u00fcber getuschelt werden w\u00fcrde: Sie w\u00fcrde nicht zu Hause schlafen, sondern bei Samuel, der mit ihr und Lasse in die 6c ging.<\/p>\n<p>Dahinter steckte keine Verabredung, die Lena aus freien St\u00fccken getroffen hatte, aber sie beklagte sich nicht. Ihre Mutter musste dienstlich verreisen, sie war fr\u00fch am Morgen nach Frankfurt gefahren und w\u00fcrde erst am Freitagabend wiederkommen. Sie hatte die Chance, innerhalb ihrer Firma eine neue Aufgabe zu \u00fcbernehmen, die sie spannender fand als ihre bisherige T\u00e4tigkeit, obwohl ihr die auch gefiel, und die auch etwas besser bezahlt werden w\u00fcrde. Doch daf\u00fcr musste sie eine Schulung mitmachen, und der Termin in Frankfurt war der einzige, der daf\u00fcr infrage kam. Alle andere Angebote waren noch weiter weg, oder der Kurs fand erst wieder im Sp\u00e4therbst statt.<\/p>\n<p>Da die Dienstreise also zu diesem Zeitpunkt unvermeidlich war, wenn Lenas Mutter die neue Aufgabe \u00fcbernehmen wollte, hatte sich nat\u00fcrlich die Frage gestellt, wo Lena in dieser Zeit bleiben sollte. Lenas Vater wohnte mit seiner neuen Frau zwei Autostunden entfernt, auch Gro\u00dfeltern und andere Verwandte, bei denen Lena vielleicht h\u00e4tte unterkommen k\u00f6nnen, lebten nicht in der N\u00e4he. Lena musste ja schlie\u00dflich zur Schule, und sie wollte auch ihr Tischtennistraining am Donnerstag nicht verpassen. W\u00e4re der Termin in die Ferien gefallen, dann w\u00e4re alles leichter gewesen, wahrscheinlich w\u00e4re Lena dann mitgefahren nach Frankfurt und h\u00e4tte sich die Stadt angesehen, w\u00e4hrend ihre Mutter im Lehrgang sa\u00df.<\/p>\n<p>Lena hatte vorgeschlagen, die beiden N\u00e4chte bei einer ihrer Freundinnen zu verbringen, aber sie hatte schon geahnt, dass das nichts werden w\u00fcrde. Sie h\u00e4tte schon nicht die Nacht zum Tag gemacht, um dann am n\u00e4chsten Morgen in der Schule durchzuh\u00e4ngen, und ihre Mutter wusste das auch. Doch es gab schlicht keine Freundin, wo sie mal eben drei Tage h\u00e4tte bleiben k\u00f6nnen: Bei ihrer allerbesten Freundin, Henriette, zu Hause war schlicht kein Platz f\u00fcr einen \u00dcbernachtungsgast, und zu Daje oder Valentina wollte ihre Mutter sie nicht lassen. Die Eltern von Valentina, die seit drei Jahren Lenas Doppelpartnerin beim Tischtennis war, kannte sie nur fl\u00fcchtig, sie hatte irgendwann mal mit Valentinas Mutter telefoniert, mehr nicht. Die Mutter von Daje kannte sie dagegen, seit Lena und Daje am Gymnasium in die gleiche Klasse gekommen waren, aber das Verh\u00e4ltnis war kompliziert. W\u00e4hrend sie Daje mochte und sich immer freute, wenn sie zu Besuch kam, geriet sie mit der Mutter bei den Elternabenden in der Schule regelm\u00e4\u00dfig aneinander.<\/p>\n<p>Wie ihre Mutter dann auf die Idee gekommen war, dass sie so lange bei Samuel bleiben k\u00f6nnte, wusste Lena nicht. Aber ihre Mutter kannte Samuels Eltern schon lange und verstand sich gut mit ihnen. Bevor ihre Eltern sich getrennt hatten, hatte Lena gar nicht weit weg von Samuel gewohnt, sie waren auch im gleichen Kindergarten gewesen. Auch als Lena nach der Trennung der Eltern mit ihrer Mutter umgezogen war, war der Kontakt nie abgerissen. Lena kannte die Ecke der Stadt also besser, als Lasse ahnte, und sie war auch heute noch regelm\u00e4\u00dfig dort unterwegs. Das bekam Lasse nur nicht mit, weil sie nicht direkt von der Schule zum Tischtennis fuhr. Samuel war sogar im selben Sportverein, der eine ganze Reihe von Abteilungen hatte, darunter auch eine Fu\u00dfball-Sparte.<\/p>\n<p>So ganz sicher war Lena sich noch nicht, wie die drei Tage bei Samuel wohl werden w\u00fcrden. Sie w\u00fcrde das Zimmer von Samuels Schwester Anna bekommen, die studierte und deshalb meistens nur am Wochenende zu Hause war. Sie und Samuel w\u00fcrden sich also nicht st\u00e4ndig auf der Pelle hocken, und wenn sie wollte, konnte sie sich aus dem Familienleben ausklinken. Allerdings sch\u00e4tzte sie, dass es sich merkw\u00fcrdig anf\u00fchlen w\u00fcrde, in einem fremden Bett zu schlafen, im Bett einer Person, die sie eher fl\u00fcchtig kannte. Das war noch mal was anderes als in einem Hotelzimmer, die Betten dort waren daf\u00fcr gedacht, dass die Benutzer regelm\u00e4\u00dfig wechselten. Ob Anna den Gedanken wohl auch merkw\u00fcrdig fand, dass jemand anderes in ihrem Bett schlief?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>F\u00fcr den Nachmittag hatte Lena sich nichts vorgenommen, weil sie nicht gewusst hatte, ob es okay sein w\u00fcrde, wenn sie ihrer eigenen Wege ging. Vielleicht hatte Samuel ja auch den Auftrag bekommen, sich um sie zu k\u00fcmmern, dann h\u00e4tte sie ihn in Verlegenheit gebracht, wenn sie schon was anderes vorhatte.<\/p>\n<p>Doch Samuels Eltern redeten Samuel und Lena nicht rein, sie konnten etwas zusammen machen, wenn sie Lust hatten, es wurde aber nicht von ihnen erwartet. Samuels Eltern erwarteten lediglich, dass Samuel sich Lena gegen\u00fcber nicht feindselig zeigte, aber das stand sowieso nicht zu bef\u00fcrchten. Sie verstanden sich gut, auch wenn sie normalerweise nicht so viel miteinander zu tun hatten, und Samuel musste wegen Lena auf nichts verzichten.<\/p>\n<p>Am Nachmittag hatte er ein Fu\u00dfballspiel, und als er sich auf den Weg zum Sportplatz machte, schloss Lena sich an. Ansonsten h\u00e4tte sie gelesen, ein Buch hatte sie sich extra eingepackt, aber Samuel hatte sie gefragt, ob sie mitkommen wollte, und sie hatte nichts dagegen, sich das Spiel anzusehen. Ihr Fu\u00dfballverstand hielt sich in Grenzen, aber um Samuel und seine Mannschaft ein bisschen anzufeuern, w\u00fcrde es reichen. Samuel freute sich, denn das Spiel war wichtig, sogar das wichtigste der gesamten Saison. Eine Niederlage w\u00fcrde den Abstieg in die C-Liga bedeuten, die unterste Liga in der Altersstufe. Eigentlich, hatte Samuel Lena erkl\u00e4rt, hatten sie den Klassenerhalt schon geschafft, zwar nur als Viertletzter und damit direkt vor den drei Abstiegspl\u00e4tzen, aber mit genug Vorsprung, dass sie nie wirklich ernsthaft gef\u00e4hrdet gewesen waren. Dass sie trotzdem noch mal um den Klassenerhalt k\u00e4mpfen mussten, verdankten sie dem Schw\u00e4cheln der \u201eGro\u00dfen\u201c im Jugendfu\u00dfball der Stadt. Gleich zwei von denen waren aus der D-Jugend-Bezirksliga abgestiegen, w\u00e4hrend aber nur eine Mannschaft aus der A-Liga aufsteigen durfte. Damit die A-Liga ihre vorgesehene Gr\u00f6\u00dfe trotzdem behalten konnte, gab es einen zus\u00e4tzlichen Absteiger, und das setzte sich nach unten fort. In der B-Liga gab es zwei Gruppen, und im direkten Duell der Viertletzten w\u00fcrde sich entscheiden, wer daf\u00fcr b\u00fc\u00dfen musste, dass andere das Klassenziel nicht erreicht hatten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16. 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