{"id":881,"date":"2024-03-13T20:43:30","date_gmt":"2024-03-13T19:43:30","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=881"},"modified":"2024-03-13T20:43:30","modified_gmt":"2024-03-13T19:43:30","slug":"bruder-schwester-bruder-schwester","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=881","title":{"rendered":"Bruder? Schwester? Bruder! Schwester!"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Bruder? Schwester? Bruder! Schwester!\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-Bruder-Schwester-Bruder-Schwester.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs Bruder? Schwester? Bruder! Schwester!\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>16. Februar 2021\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>46\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3753425108 \n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>Einen Bruder hatte Lisa nicht auf der Wunsch&shy;liste stehen. Nils braucht keine Schwes&shy;ter. Aber sie haben es nicht in der Hand, und als sie sich kennen&shy;lernen, ist die Ent&shy;schei&shy;dung l\u00e4ngst gefal&shy;len. Notge&shy;drungen m\u00fcssen sie sich von jetzt auf gleich mitein&shy;ander arran&shy;gieren, und es ist gar nicht so leicht, die Balance zwischen gutem Willen und Wider&shy;willen zu halten &#8230;<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac0,99<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/bruder-schwester-bruder-schwester\/id1553884245\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum iBooks-Shop (Apple)\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/40316568\/rene_bote_bruder_schwester_bruder_schwester.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/brudero-schwestero-bruder-schwester-rene-bote-9783753425108\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"justifyText\"><p><b>Autorenplauderei: Idee geshoppt<\/b><\/p><p>Diese Ge&shy;schichte ist mal wieder ein Bei&shy;spiel f\u00fcr eine Idee, die sich aus einer winzigen allt\u00e4g&shy;lichen Beob&shy;achtung ergeben hat: Ich bin beim Ein&shy;kaufen an einem Laden vorbei&shy;gekommen, bei dem man alle m\u00f6g&shy;lichen Dinge indivi&shy;duell bedrucken oder besticken lassen konnte, Kleidung und andere Tex&shy;tilien, Tassen, Maus&shy;pads, und, und und &#8230; Im Schau&shy;fenster waren eine Menge Bei&shy;spiele zu sehen, darunter auch ein Artikel, der nun in meinem Buch eine nicht ganz unbe&shy;deutende Rolle spielt. Wie aus der bei&shy;l\u00e4ufigen Wahr&shy;nehmung die Idee geworden ist, wei\u00df ich selbst nicht, ich hatte einfach pl\u00f6tz&shy;lich die eine Szene im Kopf, um die herum sich dann die Ge&shy;schichte ent&shy;wickelt hat.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px; color: cornflowerblue; font-weight: 600;\">Lisa, Sonntag, 18. Oktober<\/p>\n<p>Im Nachhinein frage ich mich, ob ich es nicht l\u00e4ngst h\u00e4tte merken m\u00fcssen: Mama hat einen Neuen. Ihre Stimmung, die T\u00f6nung in den Haaren und die vielen kleinen Anzeichen sonst, das h\u00e4tte mir ruhig fr\u00fcher auffallen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Eigentlich ist die Situation nicht neu f\u00fcr mich, und bisher konnte ich gut damit leben. Mama und mein Vater haben sich getrennt, als ich noch ganz klein war. Ich wei\u00df, dass er damals in seiner Firma bef\u00f6rdert worden ist, das bedeutete spannende Aufgaben f\u00fcr ihn und mehr Geld, aber leider auch Eins\u00e4tze in aller Herren L\u00e4nder. Mama sagt, er fand das toll, er wollte immer was sehen von der Welt, und sie hat ihm das auch geg\u00f6nnt. Mitmachen wollte sie die st\u00e4ndigen Umz\u00fcge aber nicht, sie war selbst nicht so wild darauf, aber vor allem wollte sie mir die st\u00e4ndigen Ortswechsel nicht antun. Sie meinte, ich br\u00e4uchte ein stabiles Umfeld, wo ich meine Freunde hab und mich nicht st\u00e4ndig umgew\u00f6hnen muss.<\/p>\n<p>Die Ehe hat das nicht \u00fcberlebt, obwohl ich Mama glaube, dass sie sich beide M\u00fche gegeben haben. Sie meint, sie w\u00e4re nicht f\u00fcr eine Fernbeziehung geschaffen, und mein Vater auch nicht, deshalb h\u00e4tte es einfach nicht funktioniert. Sie haben sich auch nicht im Streit getrennt, aber Kontakt haben sie nicht mehr. Deshalb kenne ich meinen Vater auch kaum, ich war noch zu klein, um mich an ihn zu erinnern. Alles, was ich \u00fcber ihn wei\u00df, hat Mama mir erz\u00e4hlt, und sie hat mir auch Fotos gezeigt. Ich glaube, er ist in Ordnung, und ich habe eindeutig seine Augen geerbt. Manchmal denke ich, dass ich ihn gern kennenlernen w\u00fcrde, aber ich hab noch nie mit Mama dar\u00fcber gesprochen. Ich glaube, hindern w\u00fcrde sie mich nicht, aber ich wei\u00df nicht, ob sie \u00fcberhaupt wei\u00df, wo er jetzt wohnt und wie ich ihn erreichen kann. Au\u00dferdem w\u00e4re es f\u00fcr ihn wahrscheinlich auch ein Schock, wenn seine inzwischen zw\u00f6lfj\u00e4hrige Tochter pl\u00f6tzlich bei ihm aufkreuzt.<\/p>\n<p>Seitdem hatte Mama immer wieder mal einen Freund. Ein paar Sachen waren recht schnell wieder vorbei, andere Beziehungen haben l\u00e4nger gehalten, eine fast drei Jahre, von meinem letzten Kindergartenjahr bis weit in die Grundschulzeit hinein. Der letzte Freund, Bastian, ist ein knappes Jahr her, vier oder f\u00fcnf Monate war Mama mit ihm zusammen.<\/p>\n<p>Bisher hat\u2019s mich nie gest\u00f6rt, wenn Mama einen Freund hatte. Der eine hat sich gar nicht f\u00fcr mich interessiert, der andere etwas mehr, aber keiner wollte unbedingt mein Ersatzpapa sein. Mama hat auch nicht mit Gewalt versucht, Familienfeeling hinzukriegen, und f\u00fcr mich war das voll okay. Es war jetzt auch nicht so, dass sie es vermieden hat, den Freund mit nach Hause zu bringen, aber wenn er da war, dann war er eben ein Gast. Er war ihretwegen da, keiner hat von mir erwartet, dass ich die Vorzeigetochter spiele, es reichte, wenn ich mich einigerma\u00dfen normal benommen hab, also nicht rumschreien, nicht mit den T\u00fcren knallen, alles so Sachen, die Mama auch auf die Palme bringen w\u00fcrden, wenn kein Besuch da ist.<\/p>\n<p>Aber diesmal ist es ernster, und es trifft mich aus heiterem Himmel. Beim Abendessen hat Mama ihr Handy rausgeholt, obwohl sie sonst immer sagt, wenigstens beim Essen sollte man das Ding mal weglegen. Sie hat mir Fotos gezeigt, Fotos von einer Wohnung \u2013 unserer neuen Wohnung! Und dann noch Fotos von dem Grund f\u00fcr die neue Wohnung. Der hei\u00dft Jan, seit einem halben Jahr ist sie mit ihm zusammen, und vor ein paar Tagen haben sie hoppla hopp beschlossen, zusammenzuziehen.<\/p>\n<p>Mama sagt, mit dem Gedanken h\u00e4tten sie schon seit ein paar Wochen gespielt, aber eigentlich h\u00e4tten sie sich damit mehr Zeit lassen wollen. Dass jetzt alles so schnell geht, liegt daran, dass dieser Jan \u00fcber ein paar Ecken jemanden kennt, der jemanden kennt, der ihm diese Wohnung verschaffen kann. Da nein zu sagen, w\u00e4re idiotisch gewesen, selbst ich hab mitgekriegt, dass man kaum noch an eine Bude kommt, die was taugt und nicht gleich ein halbes K\u00f6nigreich kostet. Dass erst mal nur Jan einzieht, geht aber auch nicht, die Wohnung ist doch teurer als die, wo er jetzt wohnt, das kann er nur bezahlen, wenn Mama einen Teil dabei tut.<\/p>\n<p>Das alles w\u00fcrde mich vielleicht gar nicht so sehr st\u00f6ren. Es ist nicht so, dass wir weit wegziehen w\u00fcrden, gerade mal ein paar Stra\u00dfen weiter. Ich muss also nicht die Schule wechseln und kann auch bei meinem Bahngolf-Club bleiben. Der Weg zum Bus wird sogar k\u00fcrzer, und ich bekomme ein gr\u00f6\u00dferes Zimmer, das ist ja auch nicht schlecht. Mit diesem Jan w\u00fcrde ich schon zurechtkommen, sch\u00e4tze ich, bisher hat Mama mit ihren Freunden jedenfalls nicht ins Klo gegriffen.<\/p>\n<p>Aber wenn es um eine Patchwork-Familie geht, dann ist Jan nicht allein zu haben, Nils hei\u00dft mein zuk\u00fcnftiger Stiefbruder oder wie auch immer man das nennt, wenn die Eltern nicht heiraten. Bisher hab ich nur ein paar Fotos von ihm gesehen, die sein Vater Mama extra daf\u00fcr geschickt hat, und Mama hat mir gesagt, dass er 13 ist. Mehr wollte sie nicht verraten, sie hat ihn selbst noch nicht getroffen, und was sie von seinem Vater \u00fcber ihn wei\u00df, das soll er mir selbst erz\u00e4hlen. Das Kennenlerntreffen ist schon geplant, n\u00e4chsten Samstag beim vorgezogenen Halloween-Grusel im Phantasialand.<\/p>\n<p>Ich hab keine Ahnung, wie das werden soll mit einem Bruder. Auch wenn wir nicht in echt verwandt sind, leben wir ja dann doch unter einem Dach und k\u00f6nnen uns kaum st\u00e4ndig aus dem Weg gehen. Ich bef\u00fcrchte, das gibt Zoff, denn die Jungs, die ich kenne, sind alle zum Vergessen: gro\u00dfe Klappe, aber wenig dahinter, laut und unordentlich.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16. Februar 2021 46 978-3753425108 Books on Demand Einen Bruder hatte Lisa nicht auf der Wunsch&shy;liste stehen. 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