{"id":862,"date":"2024-03-12T20:52:56","date_gmt":"2024-03-12T19:52:56","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=862"},"modified":"2024-03-12T20:52:56","modified_gmt":"2024-03-12T19:52:56","slug":"freundschaft-in-ketten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=862","title":{"rendered":"Freundschaft in Ketten"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Freundschaft in Ketten\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-Freundschaft-in-Ketten.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs Freundschaft in Ketten\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>17. Oktober 2020\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>49\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3752623338 \n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>\nMut&shy;proben? V\u00f6l&shy;liger Unsinn, findet Marie. Nor&shy;maler&shy;weise w\u00fcrde sie bei so etwas auch niemals mit&shy;machen. Doch es scheint die einzige Chance zu sein, ihre beste Freun&shy;din zur\u00fcck&shy;zuge&shy;winnen, und daf\u00fcr w\u00fcrde Marie noch viel mehr wagen, als sich in der Hallo&shy;ween-Nacht auf dem Fried&shy;hof rumzu&shy;treiben.\n<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac0,99<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/39754516\/rene_bote_freundschaft_in_ketten.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/freundschaft-in-ketten-rene-bote-9783752623338\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"justifyText\"><p><b>Autorenplauderei: Du ent&shy;schei&shy;dest!<\/b><\/p><p>Es gibt B\u00fccher, in denen der Leser den Verlauf der Hand&shy;lung mitbe&shy;stimmt. Sie beste&shy;hen aus kurzen Kapi&shy;teln, und jedes Kapitel (bis auf die, die eines der m\u00f6g&shy;lichen Enden der Ge&shy;schichte be&shy;schrei&shy;ben) endet damit, dass die Haupt&shy;figur eine Ent&shy;schei&shy;dung treffen muss. Diese Ent&shy;schei&shy;dung wird an den Leser weiter&shy;ge&shy;reicht, und abh\u00e4n&shy;gig von dessen Wahl wird dann dieses oder jenes Kapitel als n\u00e4chstes aufge&shy;schlagen. <\/p>\n<p>Auch in <i>Freund&shy;schaft in Ketten<\/i> wird kurz vor dem Ende dem Leser eine Ent&shy;schei&shy;dung abver&shy;langt. Der Grund daf\u00fcr ist jedoch ein anderer: Ich hatte zwei ver&shy;schie&shy;dene Enden f\u00fcr die Ge&shy;schichte, die ich beide gut fand, und habe deshalb be&shy;schlos&shy;sen, dem Leser die Wahl zu lassen. Dadurch wird daraus kein typi&shy;sches Du-ent&shy;scheidest-Buch, wobei ich aber durch&shy;aus mit dem Gedanken spiele, so etwas mal zu machen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px;\">Sehns\u00fcchtig starrte Marie quer \u00fcber den Schulhof zu den vier M\u00e4dchen, die den kleinen Pavillon mit dem Schachbrett mit Beschlag belegt hatten. Sie sa\u00dfen jeden Tag dort, und niemand traute sich, ihnen den Platz streitig zu machen. Sabrina, die unbestrittene Anf\u00fchrerin des Quartetts, konnte ganz sch\u00f6n garstig werden, und es hie\u00df sogar, dass sie schon mal einem \u00e4lteren Jungen mit der Faust die Nase gebrochen hatte. Sie war zu Beginn des Schuljahres neu in die Klasse gekommen, und Marie hatte geh\u00f6rt, dass sie die Schule nicht ganz freiwillig gewechselt hatte. Ziemlich sicher war, dass Sabrina im letzten Schuljahr so oft gefehlt \u2013 geschw\u00e4nzt \u2013 hatte, dass sie die Siebte jetzt wiederholen musste. Au\u00dferdem hatte es wohl Vorf\u00e4lle gegeben, nach denen man ihr nahegelegt hatte, den zweiten Versuch an einer anderen Schule anzugehen.<\/p>\n<p>Da Sabrina sich auch keine M\u00fche gab, sich in die Klassengemeinschaft einzuf\u00fcgen, hatte Marie also genug Gr\u00fcnde, die neue Mitsch\u00fclerin unsympathisch zu finden. Tats\u00e4chlich mochte sie Sabrina nicht, aber trotzdem h\u00e4tte sie alles daf\u00fcr gegeben, zu der Clique zu geh\u00f6ren, die sich um die Neue gebildet hatte.<\/p>\n<p>Der Grund daf\u00fcr hatte einen Namen: Finja. Die war seit der Grundschule Maries beste Freundin gewesen, aber seit Sabrina aufgetaucht war, war sie nicht mehr wiederzuerkennen. Marie wusste auch nicht, womit Finja sich die zweifelhafte Ehre verdient hatte, dass Sabrina sich mit ihr abgab, aber eine brave Freundin wie sie hatte in diesem neuen Leben offensichtlich keinen Platz mehr.<\/p>\n<p>Vervollst\u00e4ndigt wurde die Clique von Vera und Michelle. Vera passte zu Sabrina, sie gab sich immer sehr erwachsen und suchte betont die Gesellschaft \u00e4lterer Jugendlicher. Dabei war sie ihren Klassenkameraden in Wahrheit gar nicht voraus, weder war sie k\u00f6rperlich weiter, noch wirkte sie vern\u00fcnftiger. Michelle war wahrscheinlich nur dabei, weil Vera dabei war, sie war k\u00f6rperlich wie geistig wenig beweglich und zufrieden, wenn ihr jemand sagte, wo\u2019s lang ging.<\/p>\n<p>Was Finja daran fand, mit einer Schulschw\u00e4nzerin mit kurzer Lunte, einer totalen Trant\u00fcte und einer Dreizehnj\u00e4hrigen abzuh\u00e4ngen, die krampfhaft versuchte, wie eine Dreiundzwanzigj\u00e4hrige daherzukommen, war Marie schleierhaft. Vor allem war es noch gar nicht so lange her, dass Finja selbst sich mokiert hatte \u00fcber Veras affiges Auftreten und Michelles Tollpatschigkeit. Doch es war, als w\u00e4re diese Zeit komplett aus Finjas Ged\u00e4chtnis gel\u00f6scht worden; nat\u00fcrlich hatte Marie nachgefragt, aber nur ausweichende Antworten bekommen. Vielleicht wusste Finja selbst gar nicht so genau, warum sie jetzt mit Sabrina und den anderen abhing, und wahrscheinlich ging es tats\u00e4chlich nur um Sabrina, w\u00e4hrend sie Vera und Michelle blo\u00df notgedrungen in Kauf nahm.<\/p>\n<p>Am Anfang war Marie einfach nur niedergeschlagen gewesen, als sie gemerkt hatte, dass Finja mit ihr kaum noch etwas zu tun haben wollte. Es war nicht so, dass Finja komplett die Br\u00fccken hinter sich abgebrochen hatte, vielleicht gab es irgendwas tief in ihrem Inneren, das sie davor noch zur\u00fcckschrecken lie\u00df, aber wenn Marie sie fragte, ob sie mal wieder was zusammen unternehmen sollten, redete sie sich immer raus. Auf die Sachen, die sie fr\u00fcher oft und gern zusammen gemacht hatten, hatte sie pl\u00f6tzlich keinen Bock mehr, sie machte aber auch keinen Vorschlag, was sie stattdessen machen k\u00f6nnten. Oft behauptete sie auch einfach nur, dass sie keine Zeit h\u00e4tte, und es schien sie nicht ernsthaft zu interessieren, ob Marie das durchschaute.<\/p>\n<p>Inzwischen war Marie entschlossen, um die Freundschaft zu k\u00e4mpfen. Sie hatte auch noch andere Freundinnen, mit denen sie etwas unternehmen konnte, aber mit keiner war es so lustig wie mit Finja, und keiner konnte sie so vertrauen und alles erz\u00e4hlen. Vielleicht war ja noch nicht alles verloren, und vielleicht merkte Finja ja irgendwann, dass sie bei Sabrina keine echte Freundschaft finden w\u00fcrde. Aber damit Marie ihr das klarmachen konnte, mussten sie erst mal wieder miteinander reden und Zeit zusammen verbringen, und das ging wohl nur, wenn Marie selbst in den elit\u00e4ren Zirkel vorstie\u00df.<\/p>\n<p>Das war allerdings alles andere als einfach. Sabrina hatte offensichtlich kein Interesse daran, die Gruppe, mit der sie sich abgab, zu erweitern, und Marie passte auch gar nicht zu dieser Clique. Finja hatte sich ja auch radikal ver\u00e4ndert, seit sie mit Sabrina abhing, sie gab sich cool und irgendwie desinteressiert. Auch ihr \u00c4u\u00dferes war kaum wiederzuerkennen, Finja hatte sich die Haare anders schneiden lassen, trug andere Klamotten als fr\u00fcher und schminkte sich so, dass ihr Gesicht fast hart wirkte.<\/p>\n<p>Marie glaubte nicht, dass sie jemals genauso werden konnte. Sie war einfach, wie sie war: freundlich, zur\u00fcckhaltend, manchmal vertr\u00e4umt und eine gute Geschichtenerz\u00e4hlerin. Sie glaubte nicht, dass sie aus ihrer Haut konnte, und w\u00fcrde sie die Freundschaft zu Finja retten k\u00f6nnen, indem sie eine Rolle spielte? Eine Rolle, die so gar nicht zu ihr passte?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17. Oktober 2020 49 978-3752623338 Books on Demand Mut&shy;proben? V\u00f6l&shy;liger Unsinn, findet Marie. Nor&shy;maler&shy;weise w\u00fcrde sie bei so etwas auch niemals mit&shy;machen. Doch es scheint die einzige Chance zu sein, ihre beste Freun&shy;din zur\u00fcck&shy;zuge&shy;winnen, und daf\u00fcr w\u00fcrde Marie noch viel mehr wagen, als sich in der Hallo&shy;ween-Nacht auf dem Fried&shy;hof rumzu&shy;treiben. 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