{"id":837,"date":"2024-03-10T20:58:07","date_gmt":"2024-03-10T19:58:07","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=837"},"modified":"2024-03-10T20:58:07","modified_gmt":"2024-03-10T19:58:07","slug":"schueleraustausch-mit-hindernissen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=837","title":{"rendered":"Sch\u00fcleraustausch mit Hindernissen"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Sch\u00fcleraustausch mit Hindernissen\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-Schueleraustausch-mit-Hindernissen.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs Sch\u00fcleraustausch mit Hindernissen\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Buch.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als Taschenbuch\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>18. M\u00e4rz 2020\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>76\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3750481220 \n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>In letzter Sekunde rutscht Valerie in den Sch\u00fcler&shy;aus&shy;tausch mit einer Schule in Deutsch&shy;land. Ihre Gast&shy;geberin ist echt nett, und dass Valerie kein Deutsch spricht, scheint auch kein Problem zu sein. Doch weil sie ein Jahr j\u00fcnger ist, nehmen die anderen Aus&shy;tausch&shy;sch\u00fcler sie nicht f\u00fcr voll, und zwei von ihnen lassen sich einen echt bl\u00f6den Streich ein&shy;fallen. Pl\u00f6tzlich ist Valerie abge&shy;h\u00e4ngt, v\u00f6llig auf sich allein gestellt, in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht spricht &#8230;<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac2,99<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/sch%C3%BCleraustausch-mit-hindernissen\/id1503114704\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum iBooks-Shop (Apple)\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/38763103\/rene_bote_schueleraustausch_mit_hindernissen.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/schueleraustausch-mit-hindernissen-rene-bote-9783750489356\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>Taschenbuch \u20ac4,90<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n    <div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/38765984\/rene_bote_schueleraustausch_mit_hindernissen.html\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n        <\/a>\n    <\/div>    <div style=\"width: 30%\";>\n        <a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/schueleraustausch-mit-hindernissen-rene-bote-9783750481220\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n        <\/a>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText\"><p><b>Autorenplauderei: Nicht-Mutter&shy;sprachler<\/b><\/p><p>Mit diesem Buch habe ich mir selbst eine Heraus&shy;forde&shy;rung gestellt, die ich zumin&shy;dest in dem Ausma\u00df noch nie hatte: Die Hand&shy;lung bein&shy;haltet einen bunten Mix aus vier Sprachen (Deutsch, Eng&shy;lisch, Franz\u00f6&shy;sisch und Nieder&shy;l\u00e4ndisch), und die Prota&shy;gonistin spricht kein Wort Deutsch. Dass der Erz\u00e4hl&shy;text trotzdem auf Deutsch geschrie&shy;ben ist, ver&shy;steht sich von selbst, aber ich musste beim Schrei&shy;ben immer mit einem Auge darauf achten, in welcher Sprache sich die Han&shy;delnden gerade bewegen, und das dann auch f\u00fcr den Leser kennt&shy;lich machen. Dabei sollten aber die Hin&shy;weise, welche Sprache gerade gespro&shy;chen wird, trotzdem den Lese&shy;fluss nicht st\u00f6ren &ndash;  ich hoffe, es ist mir gelungen!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px;\">Valerie hatte gerade ihre Hausaufgaben fertig und wollte es sich mit einem Buch gem\u00fctlich machen, als sie von unten ihre Mutter ihren Namen rufen h\u00f6rte. \u201eJa?\u201c, rief sie zur\u00fcck. \u201eKomm mal runter!\u201c, antwortete ihre Mutter.<\/p>\n<p>Verwundert stand Valerie auf und ging zur Treppe. Sie hatte keine Ahnung, was los sein k\u00f6nnte. Soweit sie wusste, stand am Nachmittag nichts an, und ihre Pflichten im Haushalt hatte sie ihrer Meinung nach ordentlich erledigt. \u00dcberraschender Besuch konnte es auch nicht sein, denn dann h\u00e4tte sie die Klingel geh\u00f6rt. Am ehesten hatte ihre Mutter wohl was beim Einkaufen vergessen und wollte jetzt, dass sie noch mal schnell zum Supermarkt ging.<\/p>\n<p>Sie fand ihre Mutter im Wohnzimmer auf dem Sofa sitzend. \u201eWas ist?\u201c, fragte sie und bem\u00fchte sich, sich nicht anmerken zu lassen, dass sie wenig Lust versp\u00fcrte, irgendeine Besorgung zu machen.<\/p>\n<p>\u201eDeine Klassenlehrerin hat eben angerufen\u201c, er\u00f6ffnete ihre Mutter ihr. Valerie zuckte leicht zusammen vor Schreck, obwohl sie keinen Grund hatte, ein schlechtes Gewissen zu haben. Seit dem letzten Sommer besuchte sie die Sekundarschule, und die Noten auf dem letzten Zeugnis waren durchweg in Ordnung gewesen. Sie hatte auch keinen Test versemmelt und fand, dass sie sich im Unterricht oft genug meldete. Nat\u00fcrlich rief sie ab und an mal dazwischen oder schwatzte einen Moment leise mit der Banknachbarin, statt aufzupassen, aber daf\u00fcr w\u00fcrde kein Lehrer die Eltern anrufen. Da h\u00e4tten sie ja nur noch am Telefon gehangen, aber trotzdem war Valerie beunruhigt. \u201eMadame Russell?\u201c, fragte sie, zu perplex f\u00fcr eine intelligentere Erwiderung. \u201eNat\u00fcrlich\u201c, antwortete ihre Mutter trocken. \u201eOder hast du neuerdings noch eine andere Klassenlehrerin?\u201c<\/p>\n<p>Aber sie l\u00e4chelte dabei, das war ein gutes Zeichen. Wenn ein Donnerwetter im Anmarsch gewesen w\u00e4re, dann h\u00e4tte sie viel sarkastischer geklungen. \u201eKeine Sorge\u201c, beruhigte sie Valerie, \u201edu hast nichts angestellt.\u201c Sie hatte also gesehen, dass sie Valerie einen Schrecken eingejagt hatte, und wusste auch, dass jeder Sch\u00fcler instinktiv nichts Gutes witterte, wenn die Lehrer die Eltern anriefen.<\/p>\n<p>Sie gab Valerie einen kurzen Moment Zeit, sich zu beruhigen. \u201eSie wollte wissen, ob du Lust hast, mit zu einem Sch\u00fcleraustausch nach Deutschland zu fahren. Du m\u00fcsstest dich aber schnell entscheiden, es geht Montag schon los.\u201c \u201eWas?\u201c, entfuhr es Valerie. \u201eAber wie&#8230;?\u201c Sie war total verwirrt und lie\u00df die Frage in der Luft h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Ihre Mutter schien ein bisschen am\u00fcsiert, verstand aber auch, dass sie Valerie v\u00f6llig \u00fcberrumpelt hatte. \u201eDu wei\u00dft doch, dass Madame Russell n\u00e4chste Woche mit ihrer Achten zum Sch\u00fcleraustausch f\u00e4hrt, oder?\u201c, erkl\u00e4rte sie. Valerie nickte. Das wusste sie schon deshalb, weil dadurch f\u00fcr sie in der kommenden Woche der Erdkundeunterricht ausfallen w\u00fcrde. Madame Russell unterrichtete Erdkunde, Deutsch und Geschichte, und in der Achten hatte sie eine Klasse in Deutsch. \u201eEins von den M\u00e4dchen aus der Klasse ist krank geworden\u201c, fuhr Valeries Mutter fort. \u201eWas sie hat, hat Madame Russell nicht gesagt, auf jeden Fall kann sie nicht mit nach Deutschland. Den Platz k\u00f6nntest du einnehmen und zwei Wochen bei der Gastfamilie verbringen.\u201c \u201eUnd warum ausgerechnet ich?\u201c, wunderte Valerie sich. \u201eIch bin doch erst in der Siebten, und ich kann noch nicht mal Deutsch. Und \u00fcberhaupt, warum lassen die den Platz nicht einfach leer?\u201c<\/p>\n<p>Ihre Mutter zuckte mit den Schultern. \u201eNa ja, sie haben das ja alles schon gebucht, Karten besorgt und so weiter\u201c, versuchte sie zu erkl\u00e4ren. \u201eManches kann man nicht wieder zur\u00fcckgeben, oder zumindest nicht so kurzfristig, und verfallen lassen wollen sie\u2019s nat\u00fcrlich auch nicht. Au\u00dferdem w\u00e4re es f\u00fcr das M\u00e4dchen aus der Gastfamilie bestimmt auch bl\u00f6d, wenn jetzt niemand zu ihm kommt.\u201c \u201eAber sie haben doch bestimmt schon geschrieben und vielleicht auch telefoniert\u201c, wandte Valerie ein. \u201eMich kennt sie gar nicht.\u201c \u201eStimmt schon\u201c, r\u00e4umte ihre Mutter ein. \u201eAber Madame Russell meint, du w\u00fcrdest gut zu Mathilda passen.\u201c \u201eIst das das deutsche M\u00e4dchen?\u201c, vergewisserte Valerie sich, und ihre Mutter nickte. \u201eSie spielt auch Volleyball und liest viel, genau wie du\u201c, sagte sie. \u201eUnd Badminton spielt sie wohl auch. Sie ist nat\u00fcrlich auch schon in der Achten, aber ich glaube nicht, dass das ein Problem ist, so viel j\u00fcnger bist du ja auch nicht. Mehr wei\u00df ich auch noch nicht \u00fcber sie, aber Madame Russell schickt mir gleich noch ihren Fragebogen. Den mussten alle ausf\u00fcllen, damit die Lehrer Paare zusammenstellen konnten, die zusammenpassen. Ich leite dir die Mail weiter, dann hast du zumindest schon mal ein Foto von ihr und kannst lesen, was sie \u00fcber sich geschrieben hat.\u201c<\/p>\n<p>Valerie nickte verstehend. Offensichtlich hatte ihre Klassenlehrerin sich gut \u00fcberlegt, wer anstelle der kranken Achtkl\u00e4sslerin zu Mathilda fahren sollte. Die Hobbys passten auf jeden Fall, sie spielte seit zwei Jahren im Volleyballverein. Zu den Stars der Mannschaft geh\u00f6rte sie nicht, schlecht war sie aber auch nicht. Badminton hatte sie noch nicht richtig gespielt, nur ab und an Federball mit ihren Freundinnen, aber sie war durchaus bereit, es auszuprobieren. Mit etwas Gl\u00fcck hatten sie auch noch beim Lesen den gleichen Geschmack und konnten \u00fcber ihre Lieblingsb\u00fccher reden.<\/p>\n<p>\u201eKommt die Klasse aus Deutschland eigentlich auch mal zu uns?\u201c, fragte sie. \u201eUnd wohin k\u00e4me Mathilda dann? Zu uns, oder&#8230;?\u201c \u201eDie deutsche Klasse kommt zwei Wochen nachdem ihr zur\u00fcck seid\u201c, antwortete ihre Mutter. \u201eAuch f\u00fcr zwei Wochen. Ob Mathilda dann zu uns kommt, ist wohl noch nicht raus. Ich glaube, Madame Russell wollte sich noch nicht endg\u00fcltig festlegen, f\u00fcr den Fall, dass das andere M\u00e4dchen bis dahin wieder gesund ist. Aber so, wie es sich anh\u00f6rte, hat\u2019s die Arme wohl ziemlich niedergestreckt. Wahrscheinlich k\u00e4me Mathilda also tats\u00e4chlich zu uns.\u201c<\/p>\n<p>Ein kurzes Schweigen entstand. \u201eDu musst das erst mal verdauen, wie?\u201c, stellte Valeries Mutter dann fest. \u201eKommt ja reichlich pl\u00f6tzlich, die Geschichte. Du musst aber nicht jetzt und auf der Stelle sagen, ob du mit willst. Madame Russell braucht zwar heute noch eine Antwort, aber wenn du dir alles in Ruhe anguckst und Papa und mir bei Abendessen Bescheid sagst, dann reicht das v\u00f6llig. Ich leite dir die Mail von Madame Russell weiter, sobald sie kommt, und bis dahin kannst du ja schon mal schauen, ob du was \u00fcber die Gegend rauskriegst. Die Stadt hei\u00dft Herne, das ist wohl irgendwo bei Dortmund, wenn ich Madame Russell richtig verstanden hab.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Eine Minute sp\u00e4ter sa\u00df Valerie auf dem Bett und loggte sich mit dem Handy ins W-LAN ein. Weil die E-Mail von Madame Russell noch nicht da war, googelte sie zun\u00e4chst die Stadt, wie ihre Mutter vorgeschlagen hatte. Sie schrieb den Namen falsch, denn im Deutschen wurden einige Buchstaben anders gesprochen als im Franz\u00f6sischen, aber die Suchmaschine verstand sie trotzdem. Valerie \u00f6ffnete zuerst den Link zu Google Maps, um zu sehen, wo genau Herne lag, und dann den zu Wikipedia. Herne war etwas kleiner als L\u00fcttich und lag mitten im Ruhrgebiet. Davon hatte Valerie schon geh\u00f6rt, die Gegend war bekannt f\u00fcr Kohle und Stahl. Deswegen hatte sie sich immer einen grauen Moloch vorgestellt, aber das schien nicht die ganze Wahrheit zu sein. Genauer gesagt war die letzte Kohlenzeche gerade geschlossen worden, daf\u00fcr gab es \u00fcberraschend viel Gr\u00fcn.<\/p>\n<p>Bekannt war Herne f\u00fcr seine Kirmes, die zu den gr\u00f6\u00dften in Deutschland geh\u00f6rte. Die w\u00fcrde Valerie allerdings nicht miterleben, denn die Kirmes w\u00fcrde erst im August wieder stattfinden.<\/p>\n<p>Sonst schien die Stadt nicht so spannend zu sein, aber vielleicht standen die wirklich interessanten Sachen blo\u00df nicht in dem Wiki-Artikel. Valerie beschloss, sich nicht von einem Artikel abschrecken zu lassen, dessen Wahrheitsgehalt und Vollst\u00e4ndigkeit sie nicht pr\u00fcfen konnte. Stattdessen w\u00fcrde sie abwarten, was Mathilda schrieb, die w\u00fcrde schlie\u00dflich wissen, was es in ihrer Stadt zu erleben gab.<\/p>\n<p>Die E-Mail von Madame Russell traf ungef\u00e4hr zehn Minuten sp\u00e4ter ein, und Valerie \u00f6ffnete zuerst den Fragebogen, der als PDF angeh\u00e4ngt war. Der erste Blick galt dem Foto, es zeigte ein dunkelhaariges M\u00e4dchen mit braunen Augen und einer lustigen Stupsnase. Mathilda sah nett aus, fand Valerie, und auch was sie \u00fcber sich schrieb, h\u00f6rte sich so an, als k\u00f6nnte man prima mit ihr auskommen. Obwohl Valerie nicht mal zu den \u00c4ltesten in der Klasse geh\u00f6rte, war auch der Altersunterschied nicht so gro\u00df. Valerie w\u00fcrde kurz vor den Sommerferien 13 werden, Mathilda w\u00fcrde ihren 14. Geburtstag feiern, w\u00e4hrend Valerie bei ihr \u2013 vorausgesetzt nat\u00fcrlich, Valerie entschloss sich tats\u00e4chlich, mit nach Deutschland zu fahren.<\/p>\n<p>Ganz sicher war sie sich ihrer Sache noch nicht. \u201eIch hab vor allem Angst wegen der Sprache\u201c, sagte sie beim Abendessen zu ihren Eltern. \u201eDa kann ich mich doch mit keinem verst\u00e4ndigen.\u201c \u201eIch glaube nicht, dass Madame Russell dich ausgesucht h\u00e4tte, wenn sie glauben w\u00fcrde, dass das ein Problem sein k\u00f6nnte\u201c, versuchte ihre Mutter sie zu beruhigen. \u201eDu kannst ja immerhin ein bisschen Englisch, das werden die meisten einigerma\u00dfen verstehen. Au\u00dferdem bist du ja entweder mit Mathilda unterwegs, oder mit den anderen Austauschsch\u00fclern.\u201c Sie schien \u00fcberzeugt zu sein, dass der Austausch eine tolle Sache werden w\u00fcrde, und wollte offenbar verhindern, dass Valerie die Chance wegen unbegr\u00fcndeter Sorgen nicht nutzte. \u201eBist du sicher?\u201c, fragte Valerie. Ihre Mutter nickte. \u201eGanz sicher.\u201c<\/p>\n<p>Valerie nagte an ihrer Unterlippe. Ja, klar, der Sch\u00fcleraustausch war eine echte Gelegenheit, zwei Wochen schulfrei, ein paar tolle Ausfl\u00fcge, und Mathilda schien ja auch echt nett zu sein. Au\u00dferdem war Valerie auch neugierig, sie war noch nie in Deutschland gewesen und \u00fcberhaupt nur einmal im Ausland. Das war gewesen, als die Pension in Ostende, in die sie im Sommer immer fuhren, nach einem Brand die H\u00e4lfte der Zimmer nicht mehr hatte vermieten k\u00f6nnen; da hatten Valeries Eltern so kurzfristig nur noch was in den Niederlanden gefunden. Und wenn ihre Eltern meinten, das mit der Sprache w\u00fcrde schon klappen&#8230; Sie atmete tief durch und nickte dann. \u201eOkay\u201c, sagte sie.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>18. M\u00e4rz 2020 76 978-3750481220 Books on Demand In letzter Sekunde rutscht Valerie in den Sch\u00fcler&shy;aus&shy;tausch mit einer Schule in Deutsch&shy;land. Ihre Gast&shy;geberin ist echt nett, und dass Valerie kein Deutsch spricht, scheint auch kein Problem zu sein. 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