{"id":732,"date":"2024-03-05T21:18:46","date_gmt":"2024-03-05T20:18:46","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=732"},"modified":"2024-03-23T17:06:09","modified_gmt":"2024-03-23T16:06:09","slug":"11-spielen-international","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=732","title":{"rendered":"11 spielen international"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs 11 spielen international\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreviewBook\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Cover-11-spielen-international.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buchs 11 spielen international\" \/>\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>13. Juni 2016\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>103\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3741209024 \n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Books on Demand\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t<p>Wegen ihrer schlechten Franz\u00f6&shy;sisch-Note wird Sophie f\u00fcr die ganzen Oster&shy;ferien nach Frank&shy;reich ge&shy;schickt. Ein Gl\u00fcck, dass ihre Gast&shy;schwester Elodie genauso fu\u00dfball&shy;be&shy;geistert ist wie sie und sie mit zum Trai&shy;ning nimmt!\n<\/p>\n<p>Die M\u00e4dchen vom AS St. Martin sind eine starke Mann&shy;schaft, aber Sophie h\u00e4lt gut mit. Als sie die Heim&shy;reise antritt, hat sie als \u00dcber&shy;raschung f\u00fcr ihre Freun&shy;dinnen eine Ein&shy;ladung zum Turnier des AS in der Tasche. Ein ver&shy;l\u00e4ngertes Wochen&shy;ende mit der ganzen Mann&shy;schaft in Frank&shy;reich &ndash; kann es einen besseren Saison&shy;ab&shy;schluss geben, eine sch\u00f6nere Abschieds&shy;vor&shy;stellung f\u00fcr die f\u00fcnf Kamera&shy;dinnen, die jetzt zu den Damen wechseln m\u00fcssen? Aber es ist auch eine gro\u00dfe Heraus&shy;forde&shy;rung, denn das Teil&shy;nehmer&shy;feld des Turniers ist stark besetzt, und keine andere Mann&shy;schaft hat so junge Spiele&shy;rinnen dabei wie Sophies. Sophie und ihre Freun&shy;dinnen m\u00fcssen die ersten R\u00fcck&shy;schl\u00e4ge schnell weg&shy;stecken und sich zur\u00fcck&shy;k\u00e4mpfen, sonst ist f\u00fcr sie das Turnier vorbei, noch ehe es richtig begonnen hat.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac1,49<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/11-spielen-international\/id1121167384\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum iBooks-Shop (Apple)\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/26327737\/rene_bote_11_spielen_international.html\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t\t<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/11-spielen-international-rene-bote-9783741209024\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von BoD\"\/>\n\t\t<\/a>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n<p class=\"justifyText\">\nDiese Geschichte ist Teil des ersten <a href=\"https:\/\/renebote.de\/?page_id=1004\">Sammelbandes<\/a> zur Serie.\n<\/p>\n\n<p class=\"justifyText\">\nWer sich den Turnier&shy;verlauf genauer zu Gem\u00fcte f\u00fchren will, findet <a href=\"\">hier<\/a> den Spiel&shy;\u00adplan f\u00fcr die Vor&shy;runde. Aber Vor&shy;sicht: Spoiler-Alarm! \n<\/p>\n\n<div style=\"width: 100%; min-height: 50px; display: flex; flex-direction: row; border: 2px solid red; border-radius: 8px; cursor: pointer;\" onclick=\"window.location.href='https:\/\/renebote.de\/?page_id=429';\">\n    <div style=\"width: 50px; height: 100%;\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Serienlogo-Ballfreunde-Maedchen.webp\" style=\"width: 40px; height: 40px; margin: calc((100% - 40px) \/ 2) 5px calc((100% - 40px) \/ 2) 5px;\">\n    <\/div>\n\n    <div style=\"width: calc(100% - 50px;); height: 100%; display: flex; flex-direction: column; justify-content: center;\">\n        <div style=\"color: red\">\n            <b>Zur Serienseite<\/b>\n        <\/div>\n\n        <div style=\"color: red; font-size: 0.7em;\">\n            Das Buch geh\u00f6rt zur Serie <i>Die Ballfreunde-M\u00e4dchen<\/i>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"justifyText\"><p><b>Autorenplauderei: Warum Frank&shy;reich?<\/b><\/p><p>Es gibt Ge&shy;schichten, f\u00fcr die der Handlungs&shy;ort nur eine unter&shy;geord&shy;nete Rolle spielt. In gewisser Weise geh\u00f6rt auch <i>11 spielen inter&shy;national<\/i> dazu; die Hand&shy;lung h\u00e4tte in jedem Land funk&shy;tioniert, in dem M\u00e4dchen&shy;fu\u00dfball gespielt wird. Warum also Frank&shy;reich? <\/p>\n<p>Nein, ich habe mir keine Land&shy;karte an die Wand geh\u00e4ngt und einen Dart&shy;pfeil geworfen. Viel&shy;mehr haben zwei Faktoren den Aus&shy;schlag gegeben, n\u00e4mlich die Sprache und die Erreich&shy;barkeit.<\/p>\n<p>Da der Aus&shy;l\u00f6ser ja ein Auslands&shy;aufent&shy;halt ist, zu dem Sophie wegen der schlech&shy;ten Note in der Schule ge&shy;schickt wurde, musste es zun\u00e4chst mal ein Land sein, in dem eine Sprache ge&shy;sprochen wird, die am Gymna&shy;sium schon fr\u00fch unter&shy;richtet wird. Das lie\u00df mir die Wahl zwischen Eng&shy;lisch und Franz\u00f6&shy;sisch, da andere Sprachen \u00fcber&shy;wiegend erst ab der Mittel&shy;stufe unter&shy;richtet werden, Sophie also noch gar nicht so lange Unter&shy;richt haben k\u00f6nnte, dass eine Reise wie die beschrie&shy;bene sinn&shy;voll sein k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Der zweite Faktor war dann die Anreise, denn Elena musste ja die Eltern davon \u00fcber&shy;zeugen, die Reise der Mann&shy;schaft zu erlauben und zu bezahlen. Das konnte sie nur, wenn sich die Kosten einiger&shy;ma\u00dfen im Rahmen hielten, gerade die Fahr&shy;karten durften im Ver&shy;h\u00e4ltnis zur K\u00fcrze der Reise nicht zu teuer sein. Da hatte der H\u00fcpfer \u00fcber die Grenze nach Frank&shy;reich (aus Sophies Heimat im Ruhr&shy;gebiet immer noch weit genug) den Vorzug vor der Reise nach London erhalten, die wegen der n\u00f6tigen F\u00e4hr- oder Euro&shy;shuttle&shy;fahrt sicher&shy;lich teurer geworden w\u00e4re.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n<p style=\"margin-top: -5px;\">Meine Leistungen in Franz\u00f6sisch lassen in diesem Schuljahr stark zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Ich stehe noch \u00fcber dem Strich, und ich glaube nicht, dass ich bis zum Sommer noch auf eine F\u00fcnf abrutschen werde, aber zufriedenstellend ist eine Vier nat\u00fcrlich auch nicht.<\/p>\n<p>Mama und Papa haben sich gewundert, als sie das Halbjahreszeugnis gesehen haben. Seit ich in der Siebten mit Franze angefangen hab, hab ich eigentlich immer auf einer Zwei gestanden, und jetzt gleich zwei Noten runter? Dass die Arbeiten nicht mehr so toll waren, haben Mama und Papa nat\u00fcrlich auch gesehen, aber das war immerhin mit zwei Dreien und zwei Vieren noch dazwischen. Nat\u00fcrlich haben sie erwartet, dass ich mit dem M\u00fcndlichen noch auf eine Drei komme, aber da war Frau Kuhmann vor, bei der ich seit Anfang des Schuljahres Franze hab. Die ist echt die schlechteste Lehrerin, die ich je gehabt hab: Meistens gehetzt, sie spricht wie ein Leierkasten, und der letzte, der sie hat l\u00e4cheln sehen, muss schon lange tot sein. Ich versuch ja aufzupassen, aber den monotonen Monologen kann ich einfach nicht mehr als zwei Minuten zuh\u00f6ren, ohne dass meine Gedanken auf Wanderschaft gehen. So ist an eine gute m\u00fcndliche Note nat\u00fcrlich nicht zu denken.<\/p>\n<p>Mama und Papa haben wohl irgendwo Verst\u00e4ndnis, aber keinen echten Rat. Frau Kuhmann einen Schubs geben zu wollen, damit sie mal gescheiten Unterricht macht, ist zwecklos; die geht in zwei Jahren in Pension und wird sich bestimmt nicht mehr \u00e4ndern. Also muss ich mich irgendwie aufraffen, aber wie, zum Henker? Stellt die Kuhmann in eine Massenschl\u00e4gerei mit hundert Leuten, und ich garantiere euch, in zwei Minuten hat sie alle in den Schlaf geleiert!<\/p>\n<p>Das Ende vom Lied ist, dass ich meine Osterferien abhaken kann. Meine Eltern halten die L\u00f6sung, mich zum Sch\u00fcleraustausch nach Frankreich zu schicken, f\u00fcr naheliegend. Ich halte es eher f\u00fcr eine Verzweiflungstat, die nichts, aber auch gar nichts bringen wird. Ich bin ja schlie\u00dflich nicht zu bl\u00f6d, um den Stoff zu lernen, ich kann mich blo\u00df nicht motivieren, und daran werden zwei Wochen in Frankreich nichts \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Doch die Entscheidung ist unumst\u00f6\u00dflich, Widerstand zwecklos. Mama und Papa waren sich schnell einig, und dann hat meine Tante ihnen auch noch erz\u00e4hlt, wie toll doch meine Cousine Beatrix letzten Sommer die drei Wochen in England gefunden hat, und wie viel besser danach ihre Englischnote geworden ist. Dabei hat Bea haupts\u00e4chlich ausgenutzt, dass sie au\u00dfer Reichweite ihrer Mutter, die sie nur ungern abends wegl\u00e4sst, sch\u00f6n Party machen konnte, und den Sprachkurs am Vormittag so gut wie m\u00f6glich vermieden. Dass ihre Englischnote trotzdem besser geworden ist, liegt schlicht daran, dass sie im neuen Schuljahr eine andere Lehrerin gekriegt hat, die weniger streng benotet.<\/p>\n<p>Aber das behalte ich lieber f\u00fcr mich. Erstens will ich Bea nicht in die Pfanne hauen, und zweitens k\u00f6nnte ich mir damit auch ein Eigentor schie\u00dfen. So streng wie Beas Mutter sind meine Eltern zwar nicht, aber wenn sie h\u00f6ren, was da abgegangen ist, k\u00f6nnten sie doch kalte F\u00fc\u00dfe kriegen. Entweder stellen sie mir eine Gouvernante auf die F\u00fc\u00dfe, die auch das letzte bisschen Spa\u00df noch verbietet, oder sie blasen den Austausch ab und ich darf mich daf\u00fcr bis zum Sommer mit einer vertrockneten Nachhilfelehrerin abgeben.<\/p>\n<p>Wenigstens kann ich durchsetzen, dass ich mein Franz\u00f6sisch nur in der praktischen Anwendung trainieren muss. Dass ich zu allem \u00dcberfluss auch noch jeden Vormittag in eine Sprachschule muss, so als h\u00e4tte ich gar keine Ferien, kann ich zum Gl\u00fcck abbiegen. Ich muss nicht mal lange diskutieren daf\u00fcr, meine Eltern sehen wohl ein, dass sie damit meine Abneigung gegen Frau Kuhmann und ihren Unterricht nur noch verst\u00e4rken w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Damit eine passende Gastfamilie f\u00fcr mich gefunden werden kann, muss ich einen langen Fragebogen ausf\u00fcllen. Ich brauche fast eine halbe Stunde daf\u00fcr, Name, Alter, Geschlecht, Hobbys, Einschr\u00e4nkungen beim Essen, Fr\u00fch- oder Sp\u00e4taufsteher&#8230; Nicht immer erschlie\u00dft sich mir auf Anhieb, wozu die Antwort gut sein soll, und bei einigen Fragen bin ich mir auch nicht sicher, ob sie so gemeint sind, wie ich sie verstehe.<\/p>\n<p>Nachdem ich den Fragebogen abgeschickt habe, hei\u00dft es warten, es wird wohl eine Weile dauern, bis ich erfahre, wohin ich komme. Die Organisation, bei der meine Eltern mich angemeldet haben, vermittelt ihre Kunden nach ganz Frankreich, und ich hab das Feld, wo man seine Wunschstadt oder -region angeben konnte, bewusst freigelassen. Wenn die Gastfamilie nicht passt, dann nutzt mir die sch\u00f6nste Landschaft nichts, deshalb will ich da nichts einschr\u00e4nken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Es dauert bis Mitte Februar, ehe ich erfahre, was \u2013 beziehungsweise wer \u2013 mich in den Osterferien erwartet. Ich komme von der Schule nach Hause und finde auf dem K\u00fcchentisch einen Brief aus einem kleinen Dorf in der N\u00e4he von Nancy. Die Absenderin hei\u00dft Elodie Mar\u00e9chal und ist knapp sechzehn. Was sie schreibt, h\u00f6rt sich nett an, und das beigelegte Foto zeigt ein d\u00fcnnes, aber hoch aufgeschossenes M\u00e4dchen mit Brille und braunem Haar, das fast bis zum Po reicht. Sieht so aus, als k\u00f6nnte man mit ihr auskommen, und ich freue mich, als ich lese, dass sie wie ich im Fu\u00dfballverein ist.<\/p>\n<p>Verfasst ist der Brief auf Deutsch, denn Elodie lernt die Sprache seit fast vier Jahren in der Schule, also l\u00e4nger als ich Franz\u00f6sisch. Ich schreibe nat\u00fcrlich auf Franz\u00f6sisch zur\u00fcck, und der Brief geht mir flott von der Hand. Was ich bei Frau Kuhmanns Vorg\u00e4ngerin gelernt habe, ist immer noch da, und dass ich am Anfang nicht genau wei\u00df, was ich \u00fcberhaupt schreiben soll, h\u00e4lt mich viel mehr auf als die Suche nach einer Handvoll fehlender Vokabeln.<\/p>\n<p>Meine Eltern sehen nicht sehr gl\u00fccklich aus, als ich ihnen erz\u00e4hle, wer meine Gastfamilie ist. Sie freuen sich zwar, dass die Organisation offensichtlich eine gute Gastgeberin f\u00fcr mich gefunden hat, machen sich aber Sorgen, ob der Austausch so die gew\u00fcnschte Wirkung hat. Sie hatten gehofft, dass ich irgendwo nach Paris kommen w\u00fcrde, wo das gesprochene Franz\u00f6sisch n\u00e4her an meinem Schulfranz\u00f6sisch ist, und in eine Gastfamilie, in der niemand Deutsch spricht, damit ich mich nicht doch irgendwie ohne Franz\u00f6sisch durchmogeln kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Beim n\u00e4chsten Training frage ich meine Trainerin, was ich machen muss, um w\u00e4hrend der Ferien bei Elodies Mannschaft mittrainieren zu d\u00fcrfen. Elodie hat geschrieben, dass sie mich gern mit zum Training nehmen w\u00fcrde, und wenn ich dann nur zuschauen d\u00fcrfte, dann w\u00fcrde ich kaputtgehen. Elena wird mir keine Steine in den Weg legen, sie kennt mich schlie\u00dflich, seit ich nach meiner E-Jugend-Zeit in die M\u00e4dchenmannschaft gekommen bin, und wei\u00df, was sie mir damit antun w\u00fcrde. Allerdings ist sie f\u00fcr den Moment \u00fcberfragt, das ist nicht der Standardfall, wo jemand mal eine Freundin mit zum Training bringt, deshalb kann sie mir so spontan auch nicht sagen, ob eine schriftliche Erlaubnis von ihr oder vom Jugendvorstand \u00fcberhaupt ausreicht. Wenn ich Pech hab, dann muss das \u00fcber den DFB gehen, dann kann ich das gleich vergessen; das w\u00e4re ein Weg durch etliche M\u00fchlen, die viel zu langsam mahlen, als dass die Genehmigung noch rechtzeitig kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>13. Juni 2016 103 978-3741209024 Books on Demand Wegen ihrer schlechten Franz\u00f6&shy;sisch-Note wird Sophie f\u00fcr die ganzen Oster&shy;ferien nach Frank&shy;reich ge&shy;schickt. Ein Gl\u00fcck, dass ihre Gast&shy;schwester Elodie genauso fu\u00dfball&shy;be&shy;geistert ist wie sie und sie mit zum Trai&shy;ning nimmt! 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