{"id":281,"date":"2024-02-02T15:49:57","date_gmt":"2024-02-02T14:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=281"},"modified":"2024-02-10T16:23:49","modified_gmt":"2024-02-10T15:23:49","slug":"reingeflankt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=281","title":{"rendered":"Reingeflankt"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover der Kurzgeschichte Reingeflankt\" \/>\n<\/dialog>\n<div class=\"justifyText\">\n<p><i>\nDiese Geschichte ist ein Ratekrimi. Also aufgepasst, am Ende gibt es eine Frage zu beantworten. Findest du die L\u00f6sung?\n<\/i><\/p>\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" class=\"coverPreview\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Cover-Reingeflankt.webp\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover der Kurzgeschichte Reingeflankt\" \/>\n<p>Das Wetter meinte es gut mit den Geistern, Vampiren und Hexen, die am Halloween-Abend durch die Stadt streiften. F\u00fcr Ende Oktober war es ziemlich warm, und kein Dunstschleier tr\u00fcbte den Blick auf die Sterne. Zu den gruseligen Dekorationen h\u00e4tten ein wolkenverhangener Himmel und ein Hauch Nebel sicherlich besser gepasst, aber den verkleideten Kindern war wichtiger, dass sie ihre Runde durchs Viertel drehen durften. Das h\u00e4tten viele Eltern bei Regen sicherlich nicht erlaubt, oder sie w\u00e4ren mitgegangen und h\u00e4tten den Schirm \u00fcber die Nachwuchsmonster gehalten; es gab wohl keinen Schwarzmagier, keine Blutsaugerin, den oder die dieser Gedanke nicht mit Schaudern erf\u00fcllt h\u00e4tte.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anette und Felicitas, beide elf, Cousinen und zugleich auch beste Freundinnen, mochten Halloween. Einige Nachbarn hatten H\u00e4user und G\u00e4rten toll dekoriert, und die Kost\u00fcme der Kinder, die durch die Stra\u00dfen zogen, waren auch nicht ohne. Den Vogel schoss sicherlich der Junge ab, dessen Gesicht so geschminkt war, dass es aussah wie zerbrechendes Glas, da waren die beiden sich einig. Wer auch immer das gemacht hatte, verstand sein Handwerk, es sah total echt aus.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie selbst versp\u00fcrten keine Lust, von Haus zu Haus zu ziehen. Fr\u00fcher hatten sie es auch versucht, aber da waren sie acht gewesen, und es war einfach spannend gewesen, bei Dunkelheit noch drau\u00dfen rumlaufen zu d\u00fcrfen. Nat\u00fcrlich nicht allein, sie hatten sich mit einem M\u00e4dchen zusammengetan, das damals in ihrer Klasse gewesen war, und dessen gro\u00dfe Schwester war als Aufpasserin mitgegangen.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>An diesem Abend hatten sie sich mit Katharina verabredet, die seit dem f\u00fcnften Schuljahr in ihrer Klasse war. Sie trafen sich \u00f6fter, und auch die Eltern kannten sich, sodass die M\u00e4dchen keine M\u00fche gehabt hatten, die Erlaubnis f\u00fcr eine \u00dcbernachtungsparty zu bekommen. Es versprach ein langer Abend zu werden, aber dem sahen die Eltern gelassen entgegen, denn am n\u00e4chste Tag war ja keine Schule.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch war es nicht sp\u00e4t, gerade kurz nach sieben, und die drei Freundinnen a\u00dfen zu Abend. Katharinas Mutter hatte als Vorspeise eine K\u00fcrbissuppe gekocht, als Hauptgang hatten die M\u00e4dchen sich selbst ein Tablett mit Fingerfood fertiggemacht. Viel Aufwand hatten sie nicht gemacht daf\u00fcr, einfach nur Cracker, die sie auf verschiedene Weise belegt hatten. Der Vorteil daran war, dass sie das Tablett mit nach drau\u00dfen nehmen und immer wieder mal zwischendurch zugreifen konnten.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hinter dem Haus, in dem Katharina mit ihren Eltern, zwei kleinen Geschwistern und einer Tante lebte, gab es einen Garten und direkt am Haus eine Terrasse. Ein Tisch und St\u00fchle standen dort, Katharina hatte au\u00dferdem Kissen und Decken bereitgelegt. So eingepackt lie\u00df es sich gut aushalten, und falls es wider Erwarten regnen sollte, w\u00fcrde Katharina die Markise ausfahren.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie sie neben dem Essen immer wieder auf ihren Smartphones tippten und wischten, sah nicht sehr nach Halloween aus, und auch nicht nett den anderen gegen\u00fcber, aber dieser Eindruck t\u00e4uschte. Die M\u00e4dchen erz\u00e4hlten einander Gruselgeschichten, hatten aber keine Lust auf die \u00fcblichen Lagerfeuererz\u00e4hlungen. Die Sage von der bleichen Anhalterin, die sich pl\u00f6tzlich in Luft aufl\u00f6ste, kannten sie von der ersten bis zur letzten Strophe, und Geisterbusse mussten ein eigenes Liniennetz haben, so viel wurde davon erz\u00e4hlt. Das waren urbane Legenden, weltweit verbreitet, und riss wohl niemandem mehr vom Hocker, der \u00e4lter als acht oder neun war. Anette, Felicitas und Katharina glaubten sowieso nicht an Geister, trotzdem fanden sie die angeblich echten Geschichten spannender. Vielleicht lag es daran, dass diese Geschichten subtiler waren, nicht so plakativ gruselig, und dass Ort, Zeit und Personen nicht so austauschbar schienen. Vielfach waren sie mit sogenannten \u201eLost Places\u201c verbunden, die durch das Wissen um ihre Vergangenheit schon gespenstisch wirkten, noch ehe man sie mit einer angeblichen Geistersichtung verband.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eGuckt euch das mal an!\u201c, sagte Katharina und hielt ihr Handy hoch. \u201eWie Ufos.\u201c Das Foto zeigte einen futuristisch anmutenden, nie er\u00f6ffneten Hotel- und Freizeitkomplex irgendwo in Asien, den die Natur langsam zur\u00fcckeroberte.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Felicitas beugte sich vor, um das Foto besser erkennen zu k\u00f6nnen. Das war ihr Gl\u00fcck, denn den Bruchteil einer Sekunde sp\u00e4ter kam etwas aus der Dunkelheit des Gartens angeflogen und strich haarscharf \u00fcber sie hinweg. Mit einem knisternden und klatschenden Ger\u00e4usch knallte es hinter ihr an die Hauswand.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im ersten Moment dachte Felicitas an einen Vogel, der sich verirrt und diesem Irrtum mit dem Leben bezahlt hatte. Dann stieg ihr ein ekliger Gestank in die Nase, und sie begriff: ein faules Ei, der Halloween-Klassiker bei Jugendlichen, die mit der Ausbeute des \u201eTrick or Treat\u201c nicht zufrieden oder sowieso nur auf Randale aus waren.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDen kaufe ich mir!\u201c, rief Anette. Auch sie hatte begriffen, was los war. Sie sprang auf und huschte geduckt zur Seite weg. In einem leichten Bogen erreichte sie den Rasen und sprintete weiter in den hinteren Bereich des Gartens. Eine der Freundinnen war hinter ihr, sie h\u00f6rte die Schritte, wusste aber nicht, ob es Felicitas oder Katharina war. Aus den Augenwinkeln sah sie weitere Eier fliegen, aber sie gingen weit an ihr vorbei. Offenbar hielt der Werfer weiter auf die Terrasse drauf, obwohl er eigentlich gemerkt haben musste, dass die M\u00e4dchen zum Gegenangriff \u00fcbergingen.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erkennen konnte Anette noch nicht viel, eigentlich wies ihr nur die Flugbahn der Eier den Weg. Der Werfer oder die Werferin musste schr\u00e4g links vor ihr stehen, im Schatten des Kirschbaums. Noch sieben, acht Schritte, dann w\u00fcrde sie ihn erreicht haben.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber so lange wartete der Eierwerfer nicht ab. Ein Ei flog noch an Anette vorbei, dann warf der Schemen sich herum und gab Fersengeld. Sportlich war er, das musste man ihm lassen, er flankte aus vollem Lauf \u00fcber den Zaun an der R\u00fcckseite des Gartens und sprintete \u00fcber den Garagenhof, der sich daran anschloss.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Irgendwo gab es dort einen Bewegungsmelder, den er im Vorbeilaufen ausl\u00f6ste. Eine Lampe flammte auf und tauchte den Garagenhof in tr\u00fcbes Licht, das zumindest reichte, um nicht blindlings vors n\u00e4chste Tor zu laufen. So konnte Anette zum ersten Mal Einzelheiten erkennen, der Werfer war ein Junge \u2013 das schloss sie aus der Statur \u2013 in einem dunklen Trainingsanzug. Vom Kopf sah sie nichts, der steckte unter einer Horrormaske, die wohl Frankensteins Monster darstellen sollte.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die einzige Ein- und Ausfahrt lag rechts in der Mitte der Garagenreihe, doch der Eierwerfer rannte daran vorbei. W\u00e4re Anette nicht so in Eile gewesen, ihm nachzusetzen, h\u00e4tte sie sich gewundert, denn f\u00fcr sie sah es so aus, als w\u00fcrde der Junge geradewegs in eine Sackgasse rennen. Der Hof war an drei Seiten von Garagen umgeben, offen war neben der Einfahrt nur die Seite zu Katharinas Garten hin. Das musste der Fl\u00fcchtende doch sehen!<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann sah sie, dass es eine schmale L\u00fccke gab zwischen den Garagen auf der linken Seite und denen vor Kopf. Rechts stie\u00dfen die beiden Reihen rechtwinklig aneinander, aber die Breite des Hofs lie\u00df sich offenbar nicht glatt durch die einer Garage teilen. Einen Zaun oder etwas anderes dort einzuziehen, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, hatten die Erbauer nicht f\u00fcr n\u00f6tig befunden. Der Junge erreichte die L\u00fccke und schaffte es, sich durchzuquetschen.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter hatte auch Anette den Winkel zwischen den Garagen erreicht. Verflixt, das war echt verdammt eng; obwohl sie schlank war, musste sie sich mit Gewalt durchquetschen. Das kostete sie Zeit, die sie nicht hatte, der Eierwerfer war l\u00e4ngst um die n\u00e4chste Ecke verschwunden, w\u00e4hrend sie noch dabei war, sich durch den Engpass zu zw\u00e4ngen.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie ignorierte die Schmerzen am R\u00fccken, der unangenehme Bekanntschaft mit der rau verputzten Ecke der Garage gemacht hatte, und rannte weiter. Sie flog um die Ecke und stoppte dann abrupt. \u201eSchei\u00dfe!\u201c, fluchte sie herzhaft.  Der Eierwerfer wusste, was er tat, er hatte seine Flucht gut vorbereitet. Irgendwo an der Ecke hatte er ein Fahrrad geparkt, und dass Anette erst mal durch die schmale L\u00fccke hatte kommen m\u00fcssen, hatte ihm genug Zeit verschafft, sich in den Sattel zu schwingen und au\u00dfer Reichweite zu kommen. Keine Chance f\u00fcr Anette, ihn noch einzuholen.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Katharina, die ja auch das Problem mit der Engstelle gehabt hatte, schloss zu ihr auf. \u201eWas ist?\u201c, fragte sie au\u00dfer Atem. \u201eWeg!\u201c, antwortete Anette knapp. Auch sie war au\u00dfer Puste, obwohl sie gut trainiert war.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach ein paar Augenblicken berichtete sie. Katharina hatte den Werfer nicht mehr davonradeln sehen, er war schon au\u00dfer Sicht gewesen, als sie Anette eingeholt hatte. \u201eMacht nichts\u201c, sagte sie trotzdem, sobald sie wieder halbwegs bei Atem war. \u201eIch wei\u00df, wer es war.\u201c<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAus dem Fu\u00dfballverein\u201c, erkl\u00e4rte sie, als sie Anettes fragenden Blick sah. \u201eEr hatte zwar diese bl\u00f6de Maske auf dem Kopf, aber die Trainingshose war eine von unserem Verein.\u201c \u201eDen k\u00f6nnten auch andere haben\u201c, gab Anette zu bedenken. \u201eOder ist das ein spezielles Design extra f\u00fcr euren Verein?\u201c Das konnte sie sich nicht vorstellen, denn der Verein, bei dem Katharina spielte, war ein vergleichsweise kleiner Vorortclub, kein Bundesligist, der sich alles nach Ma\u00df anfertigen lie\u00df. \u201eSchon\u201c, gab Katharina zu. \u201eAber hier in D\u00fcsseldorf sind wir der einzige Verein damit, und wenn sich einer den im Laden gekauft hat, hat er bestimmt keine R\u00fcckennummer draufmachen lassen.\u201c Das war zumindest unwahrscheinlich, gab Anette zu, und viel wahrscheinlicher war es auch nicht, dass der Werfer aus einer anderen Stadt kam, von einem Verein, den Katharina nicht kannte.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDer Typ muss gewusst haben, dass wir auf der Terrasse sitzen\u201c, mutma\u00dfte Anette. \u201eDie meisten schmei\u00dfen ihr Zeug doch von der Stra\u00dfe aus, wenn sie nichts kriegen. Oder meinst du, er ist ums Haus rum, weil er dachte, da erwischen ihn deine Eltern nicht so leicht?\u201c<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Katharina nagte an ihrer Unterlippe. \u201eIch glaube, das hat eigentlich gar nichts mit Halloween zu tun\u201c, sagte sie. \u201eGeklingelt hat er auf jeden Fall nicht, das h\u00e4tten wir auch drau\u00dfen geh\u00f6rt.\u201c \u201eNa ja, vorhin haben schon ein paar geklingelt\u201c, gab Anette zu bedenken. \u201eSo um kurz vor sechs oder so. Vielleicht war er da dabei.\u201c Katharina \u00fcberlegte kurz, sch\u00fcttelte dann aber den Kopf. \u201eGlaube ich nicht\u201c, wiederholte sie. \u201eNein, er will sich r\u00e4chen, weil unser neuer Trainer die Aufstellung ge\u00e4ndert hat.\u201c \u201eSitzt er seitdem auf der Bank?\u201c, wollte Anette wissen. \u201eDas nicht\u201c, verneinte Katharina. \u201eAber einige von uns spielen seitdem eine etwas andere Position. Wir sind besser als letztes Jahr, wir stehen auf dem vierten Platz, letzte Saison waren wir nie besser als Sechster. Aber einige sind unzufrieden, weil sie sich umgew\u00f6hnen m\u00fcssen, auch Yannik.\u201c \u201eAber wenn er deswegen nicht drau\u00dfen sitzt, ist das doch auch f\u00fcr ihn gut, wenn ihr besser werdet\u201c, wunderte sich Anette. \u201eAu\u00dferdem hat das doch der Trainer entschieden, nicht du.\u201c Katharina zuckte mit den Schultern. \u201eSchon\u201c, r\u00e4umte sie ein. \u201eAber f\u00fcr mich ist\u2019s besser so, wie wir jetzt spielen. Ich kann die B\u00e4lle jetzt auch mal halbhoch oder ganz flach reinbringen, nicht nur hoch. Das hilft echt, jetzt kann viel \u00f6fter einer aufs Tor schie\u00dfen oder k\u00f6pfen nach meinen Flanken.\u201c<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das leuchtete Anette ein, auf der einen Seite Katharina, die von der ge\u00e4nderten Aufstellung profitierte, auf der anderen Seite dieser Yannik, der das Gef\u00fchl hatte, nicht so gut weggekommen zu sein. Trotzdem fand sie den Racheakt idiotisch, nicht nur, weil Katharina trotz allem nichts f\u00fcr die Entscheidung des Trainers konnte.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatten die Eier echten Schaden angerichtet, wie sich zeigte, als Anette und Katharina zum Haus zur\u00fcckkehrten. Sie fanden Felicitas und Katharinas Eltern in Katharinas Zimmer, in dem es bestialisch stank. Es ging zum Garten raus, und mindestens ein Ei war durchs offene Fenster geflogen. Eins war sicher: Hier w\u00fcrden die M\u00e4dchen nicht schlafen.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch das war noch das kleinste Problem. Von allem, was das Ei \u2013 vielleicht war es auch mehr als eins gewesen \u2013 h\u00e4tte treffen k\u00f6nnen, hatte es ausgerechnet den aufgeklappten Laptop getroffen. \u201eIch f\u00fcrchte, das ist hin\u201c, erkl\u00e4rte Felicitas. \u201eDas Zeug ist in die Tastatur gelaufen, das kriegst du nie wieder raus, und es stinkt bis in alle Ewigkeit.\u201c Ganz abgesehen von den technischen Problemen, die die Misshandlung nach sich ziehen w\u00fcrde, verklebte Kontakte und alles \u2013 Anette und Felicitas konnten sich nicht vorstellen, dass das Ger\u00e4t noch ordnungsgem\u00e4\u00df funktionieren w\u00fcrde. Das war nicht wie bei Wasser, das mit etwas Gl\u00fcck wegtrocknete, ohne bleibenden Schaden anzurichten. Wenn, dann konnte nur ein Spezialist etwas retten, und Felicitas f\u00fcrchtete, dass es fast so viel kosten w\u00fcrde wie ein neues Ger\u00e4t.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDie Rechnung kriegt Yannik!\u201c, k\u00fcndigte Katharina grimmig an. Gleichzeitig rief sie auf dem Smartphone die Website ihres Vereins auf und dort ein Foto ihrer Mannschaft. \u201eHier!\u201c, sagte sie, hielt Anette und Felicitas das Display hin und deutete auf den Jungen, der ganz rechts in der hinteren Reihe stand. Auf seiner Hose stand wie bei allen die R\u00fcckennummer, die 7 in seinem Fall. Anette konnte sich schon vorstellen, dass er die B\u00e4lle lieber hoch serviert bekam, sodass er seinen Gr\u00f6\u00dfenvorteil ausspielen konnte. Vermutlich war es auch nicht leicht f\u00fcr die Verteidiger, ihn aus dem Zielbereich der Flanken abzudr\u00e4ngen.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotzdem sch\u00fcttelte sie den Kopf, und sie sah, dass Felicitas das Gleiche dachte. \u201eEr war das nicht\u201c, sagte sie. Sie deutete auf einen Jungen, der in der vorderen Reihe kniete. \u201eEr war\u2019s.\u201c Katharina sch\u00fcttelte den Kopf. \u201eUnsinn!\u201c, sagte sie. \u201eAusgerechnet Chris? Der w\u00fcrde sich das gar nicht trauen. Au\u00dferdem hab ich doch die Nummer gesehen.\u201c<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Wei\u00dft du, warum Anette und Felicitas sich ihrer Sache so sicher sind?<\/i><\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"alternateEndHeader\" onclick=\"toggleElement('solution');\">Aufl\u00f6sung<\/p>\n<p id=\"solution\" style=\"display:none;\">\u201eWenn es dieser Yannik gewesen w\u00e4re, dann h\u00e4tten wir ihn bei den Garagen geschnappt\u201c, erkl\u00e4rte Anette. \u201eDenk doch dran, was wir f\u00fcr M\u00fche hatten, uns da durchzuquetschen! Dadurch konnte der uns doch auch nur abh\u00e4ngen, weil er so schnell durchgekommen ist. Dieser Yannik ist aber gr\u00f6\u00dfer als wir und auch nicht d\u00fcnner. Der h\u00e4tte mindestens genauso lange gebraucht, um da rauszukommen, da h\u00e4tten wir ihn gehabt. Der andere ist ein ganzes St\u00fcck kleiner.\u201c \u201eUnd was die Nummer betrifft:\u201c, f\u00fcgte Felicitas hinzu. \u201eEr hat die 17, wahrscheinlich konntest du die 1 nicht sehen, weil es so dunkel war, oder weil er dir die Seite vom Bein nicht zugewandt hat.\u201c<\/p>\n<\/div>\n\n<style>\n\n.alternateEndHeader {\nwidth: 100%;\npadding: 5px;\nmargin-bottom: 5px;\nborder: 1px solid darkgrey;\nborder-radius: 5px;\ncursor: pointer;\n}\n\n<\/style>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Geschichte ist ein Ratekrimi. Also aufgepasst, am Ende gibt es eine Frage zu beantworten. Findest du die L\u00f6sung? Das Wetter meinte es gut mit den Geistern, Vampiren und Hexen, die am Halloween-Abend durch die Stadt streiften. F\u00fcr Ende Oktober war es ziemlich warm, und kein Dunstschleier tr\u00fcbte den Blick auf die Sterne. 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