{"id":2243,"date":"2026-10-31T07:46:18","date_gmt":"2026-10-31T06:46:18","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=2243"},"modified":"2026-10-31T07:46:18","modified_gmt":"2026-10-31T06:46:18","slug":"was-nur-der-spiegel-weiss","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=2243","title":{"rendered":"Was nur der Spiegel wei\u00df"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buches Was nur der Spiegel wei\u00df: Altes Haus bei Nacht, davor stilisiertes Hand- und Unterarmskelett.\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9baa9b4c wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Cover-Was-nur-der-Spiegel-weiss.webp\" class=\"coverPreviewBook\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"[Title]\" \/>\n\n\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>28. Oktober 2026\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>29\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3565975228\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>Neobooks\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t\t<p>F\u00fcr Nathan bleibt es ein R\u00e4tsel: Im Spiegel ist der Junge mit dem traurigen Blick klar zu sehen, doch das Zimmer ist leer. Auch Physik-Ass Miro und Shirin, die sich f\u00fcr ungel\u00f6ste R\u00e4tsel interessiert, haben keine Erkl\u00e4rung. Zu dritt drehen sie jeden Stein um, und nachdem sie das M\u00f6gliche ausgeschlossen haben, m\u00fcssen sie wohl oder \u00fcbel das Unm\u00f6gliche durchdenken \u2026\t<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac 1,99<\/b>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n\t<p style=\"margin-top: -5px;\">Nathan f\u00fchlte sich nicht ganz wohl, als er auf den Klingelknopf neben der T\u00fcr des ehemaligen G\u00e4rtnerhauses dr\u00fcckte. Ein alter Bruchsteinbau am Rand der Stadt, hinter dem sich eine endlose Parklandschaft erstreckte. Die Mauern schienen den Geist vergangener Jahrhunderte zu verstr\u00f6men, obwohl drinnen durchaus moderne Technik Einzug gehalten hatte. Zumindest besa\u00df sein Onkel ein Handy und war auch sonst nicht in der Vergangenheit h\u00e4ngen geblieben.\t<\/p>\n\t<p>Doch es war das erste Mal seit Jahren, dass er Onkel Hendrik und Tante Ida zu Hause besuchte, und auch sonst hatte er kaum mit ihnen zu tun. Bei Familienfeiern lie\u00dfen sie sich seit mindestens sechs oder sieben Jahren nicht mehr blicken, Nathan wusste nur andeutungsweise, warum. Es gab da wohl ein Zerw\u00fcrfnis, nicht mit Nathans Mutter, Onkel Hendriks Schwester, sondern mit den Eltern, also Nathans Gro\u00dfeltern. Warum es dabei genau ging, wusste Nathan nicht, aber alle Versuche, die Risse zu kitten, waren bis jetzt gescheitert.\t<\/p>\n\t<p>Umso h\u00f6her musste man Onkel und Tante wohl anrechnen, dass sie sich ohne zu z\u00f6gern bereit erkl\u00e4rt hatten, ihn f\u00fcr einige Tage aufzunehmen. Bei ihm zu Hause hatte es einen Wasserschaden gegeben, in der Wohnung \u00fcber der, in der er mit seinen Eltern wohnte, hatte ein Rohr einen Riss bekommen. Der Schaden war nicht dramatisch, aber es w\u00fcrde einige Tage dauern, bis Heizl\u00fcfter die betroffenen W\u00e4nde getrocknet hatten. Bis dahin war die Wohnung nur sehr eingeschr\u00e4nkt nutzbar: \u00dcberall stand etwas im Weg, es war laut und viel zu warm, vor allem zum Schlafen.\t<\/p>\n\t<p>Die Alternative w\u00e4re gewesen, sich zusammen mit seinen Eltern in einem Hotel einzumieten. Bezahlen m\u00fcssen h\u00e4tte das die Vermieterin. Doch Nathan hatte noch nie gern im Hotel \u00fcbernachtet, und er konnte sich irgendwie nicht vorstellen, morgens von dort zur Schule zu fahren oder nachmittags Hausaufgaben im Hotelzimmer zu machen.\t<\/p>\n\t<p>Nach wenigen Augenblicken waren von drinnen Schritte zu h\u00f6ren, sehr ged\u00e4mpft durch die schwere T\u00fcr, die gleich darauf ge\u00f6ffnet wurde. Onkel Hendrik sah Nathan, begr\u00fc\u00dfte ihn und zog ihn mit sich ins Haus.\t<\/p>\n\t<p>Nathans Onkel war 42, gut zwei Jahre \u00e4lter als seine Schwester, und kr\u00e4ftig gebaut. Man h\u00e4tte ihn sich gut als zupackenden G\u00e4rtner vorstellen k\u00f6nnen, der das riesige Gel\u00e4nde stets tadellos in Ordnung hielt. Doch den Garten, der zum Haus geh\u00f6rte, pflegte er nur als Hobby, von Beruf war er Redakteur bei einer Sportzeitschrift.\t<\/p>\n\t<p>Das Herrenhaus, zu dem das Haus von Onkel Hendrik und Tante Ida fr\u00fcher geh\u00f6rt hatte, existierte nicht mehr. Soweit Nathan wusste, war es im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt und nicht wieder aufgebaut worden. Der fr\u00fcher private Park war bis auf ein kleines St\u00fcck um das G\u00e4rtnerhaus in eine \u00f6ffentliche Gr\u00fcnanlage umgewandelt worden, um die die Stadt sich k\u00fcmmerte.\t<\/p>\n\t<p>\u201eWir haben das Eckzimmer im ersten Stock f\u00fcr dich hergerichtet\u201c, erz\u00e4hlte Onkel Hendrik auf dem Weg nach drinnen. \u201eNormal brauchen wir es nicht, eigentlich ist das Haus zu gro\u00df f\u00fcr zwei Personen.\u201c Kinder hatten er und Tante Ida nicht, Nathan wusste nicht, ob sie keine wollten oder ob es nicht geklappt hatte.\t<\/p>\n\t<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n\t<p>Wenig sp\u00e4ter war Nathan im erw\u00e4hnten Zimmer und richtete sich h\u00e4uslich ein. Wie lange er bleiben w\u00fcrde, war noch nicht sicher. Die Handwerker hatten von etwa einer Woche gesprochen, bis das Rohr repariert und alles getrocknet sein w\u00fcrde. Sicher war das aber nicht, es konnte mit etwas Gl\u00fcck schneller gehen, aber auch noch ein paar Tage l\u00e4nger dauern.\t<\/p>\n\t<p>Nathan versuchte, es gelassen zu nehmen. Ein bisschen merkw\u00fcrdig f\u00fchlte es sich schon an, vor\u00fcbergehend bei Onkel und Tante einzuziehen, die er so gut nun wirklich nicht kannte. Aber es war auch keine Katastrophe, er w\u00fcrde schon auskommen mit ihnen. Mit dreizehn war er alt genug, um sich selbst zu besch\u00e4ftigen, er w\u00fcrde versuchen, ihnen nicht zur Last zu fallen, und aus der Welt war er auch nicht. Der Weg zur Schule, zum Basketball und zu den meisten Freunden w\u00fcrde etwas l\u00e4nger sein, aber es hielt sich im Rahmen. Wenn er l\u00e4nger bleiben musste oder etwas von seinen Sachen brauchte, die er nicht eingepackt hatte, w\u00fcrde er jederzeit nach Hause fahren und alles holen k\u00f6nnen, was er ben\u00f6tigte.\t<\/p>\n\t<p>Das Zimmer, das Onkel Hendrik und Tante Ida ihm zugewiesen hatten, gefiel ihm. Es lag an der R\u00fcckseite des Hauses und hatte Fenster zu zwei Seiten. An der Wand auf der Giebelseite stand ein Kleiderschrank neben dem Fenster, an der zum Garten ein Schreibtisch. Nathan w\u00fcrde einen sch\u00f6nen Blick auf den alten Park haben, wenn er seine Hausaufgaben machte. Auf dem Tisch lag eine Steckdosenleiste mit langem Kabel, offenbar hatten Onkel und Tante damit gerechnet, dass er einen Laptop dabei haben w\u00fcrde, und Steckdosen gab es nur neben der T\u00fcr. Dort stand auch das Bett und \u00fcber Eck ein Regal, das die gesamte H\u00f6he des Raumes einnahm. Haupts\u00e4chlich enthielt es B\u00fccher, Onkel und Tante schienen den Raum unter anderem als Bibliothek f\u00fcr jene B\u00fccher zu nutzen, die sie selten in die Hand nahmen. Nathan schaute kurz, fand aber nichts, was ihn gereizt h\u00e4tte, es zu lesen. Kein Problem, er hatte selbst B\u00fccher dabei, und andere Sachen, um sich zu besch\u00e4ftigen.\t<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28. Oktober 2026 29 978-3565975228 Neobooks F\u00fcr Nathan bleibt es ein R\u00e4tsel: Im Spiegel ist der Junge mit dem traurigen Blick klar zu sehen, doch das Zimmer ist leer. Auch Physik-Ass Miro und Shirin, die sich f\u00fcr ungel\u00f6ste R\u00e4tsel interessiert, haben keine Erkl\u00e4rung. 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