{"id":1914,"date":"2025-02-21T19:15:23","date_gmt":"2025-02-21T18:15:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=1914"},"modified":"2025-02-21T19:15:23","modified_gmt":"2025-02-21T18:15:23","slug":"streitpunkt-e","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=1914","title":{"rendered":"Streitpunkt E."},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Streitpunkt E.\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Cover-Streitpunkt-E-scaled.webp\" class=\"coverPreviewBook\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buches [Title]\" \/>\n\n\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Buch.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als Taschenbuch\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>22. Februar 2025\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>84\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3769355130\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t\t<p>Wenn Jette und Vivian aufeinandertreffen, gen\u00fcgt ein winziger Funke, damit es direkt zu einem gro\u00dfen Streit kommt. Warum? Das wissen sie selbst nicht ganz sicher. Trotzdem will Jette den Schritt zur Vers\u00f6hnung wagen \u2013 nicht ahnend, was sie damit lostritt. Pl\u00f6tzlich wird aus dem Streit sogar ein Fall f\u00fcr die Polizei!\t<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac 3,99<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/50087717\/rene_bote_streitpunkt_e.html\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div><div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/streitpunkt-e\/id6742211720\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von Apple Books\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div><div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/buchshop.bod.de\/streitpunkt-e-rene-bote-9783769365917\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von Book on Demand\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>Taschenbuch \u20ac 6,90<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/50089257\/rene_bote_streitpunkt_e.html\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div><div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/buchshop.bod.de\/streitpunkt-e-rene-bote-9783769355130\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von Book on Demand\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n\t<p style=\"margin-top: -5px;\">An die T\u00fcr zum Klassenzimmer der 8c h\u00e4tte an diesem Morgen mal wieder ein Warnschild geh\u00f6rt: Vorsicht, Hochspannung! Lebensgefahr! Drinnen wurde heftig diskutiert, mit hitzigen Wortgefechten, die mitunter auch pers\u00f6nlich wurden.\t<\/p>\n\t<p>Das Thema, um das es ging, sah gar nicht so kontrovers aus. Die Schule hatte nach den Weihnachtsferien gerade wieder begonnen, und der Klassenlehrer hatte um Vorschl\u00e4ge f\u00fcr einen Ausflug gegen Ende des Schuljahres gebeten. Den Rahmen steckte der Lehrplan ab, ein Tagesausflug, dessen Ziel sich irgendwie mit den Unterrichtsinhalten in Verbindung bringen lie\u00df. Herr Albrecht wollte diesen Ausflug jedoch so gestalten, dass auch der Spa\u00df nicht zu kurz kam und die Freude nicht nur daher r\u00fchrte, dass daf\u00fcr der regul\u00e4re Unterricht ausfiel.\t<\/p>\n\t<p>Dass dabei auch unbrauchbare Vorschl\u00e4ge kommen w\u00fcrden, war Herrn Albrecht klar gewesen. Manches lie\u00df sich beim besten Willen nicht mit dem p\u00e4dagogischen Auftrag vereinbaren, anderes war schlicht zu weit weg f\u00fcr einen Tagesausflug oder kaum mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; einen Bus zu mieten, sa\u00df bei der geringen Summe Geld, die die Schule bereitstellte, nicht drin.\t<\/p>\n\t<p>Die Vorschl\u00e4ge, die unm\u00f6glich durchzuf\u00fchren waren, wurden aussortiert, bei anderen zeichnete sich deutlich ab, dass sie in der Klasse keine Mehrheit finden w\u00fcrden. So blieben am Ende zwei Vorschl\u00e4ge \u00fcbrig, zwischen denen eine Entscheidung fallen musste: das R\u00f6mer-Museum in Xanten und ein Museum in Altena, das sich mit der Drahtherstellung in Westfalen befasste.\t<\/p>\n\t<p>Das R\u00f6mer-Museum kannte Herr Albrecht, beim Drahtmuseum musste er sich weitestgehend auf die Beschreibung verlassen. Er sah aber keinen Grund, daran zu zweifeln, dass Vivian, die den Vorschlag gemacht hatte, mit ihrer Einsch\u00e4tzung, was den Weg betraf, richtig lag. Auch ein Bogen zum Unterricht lie\u00df sich von dort aus schlagen, das galt auch f\u00fcrs R\u00f6mer-Museum. Das waren zwar beides keine aktuellen Unterrichtsthemen, aber so eng brauchte man das auch nicht zu sehen.\t<\/p>\n\t<p>Was die Diskussion so hochkochen lie\u00df, war die Tatsache, dass der zweite Vorschlag von Anisa gekommen war, die wiederum gut mit Henriette befreundet war. Henriette, von den meisten Jette genannt, trat deshalb nat\u00fcrlich f\u00fcr das R\u00f6mer-Museum ein, und das konnte nicht gutgehen, wenn Vivian die Gegenposition vertrat. Herr Albrecht musste als Lehrer beide neutral behandeln, aber er hatte nat\u00fcrlich trotzdem einen pers\u00f6nlichen Eindruck von ihnen. So wie er es sah, waren beide sehr in Ordnung, aber miteinander konnten sie irgendwie nicht. Warum, wusste er nicht, es war schon so gewesen, als er die Klasse zu Beginn des Schuljahres als Klassenlehrer \u00fcbernommen hatte. Entweder stimmte einfach die Chemie nicht zwischen Jette und Vivian, das gab es ja manchmal, oder es war vor seiner Zeit als ihr Klassenlehrer etwas vorgefallen.\t<\/p>\n\t<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n\t<p>Die Diskussion h\u00e4tte noch lange weitergehen k\u00f6nnen, aber Herr Albrecht wollte eine Entscheidung haben. Der Ausflug musste schlie\u00dflich auch vorbereitet werden, und er wollte nicht in Stress kommen, weil er zu sp\u00e4t damit anfing. F\u00fcnf Minuten vor dem Klingeln unterbrach er daher die Debatte und lie\u00df abstimmen, ob es nach Xanten oder Altena gehen sollte.\t<\/p>\n\t<p>Am Ende setzten sich die, die f\u00fcr das Drahtmuseum waren, knapp durch. Das R\u00f6mer-Museum kannten einige in der Klasse schon, gut m\u00f6glich, dass ein paar davon lieber etwas Neues entdecken wollten. Andere spekulierten garantiert darauf, dass der Klassenlehrer keinen langen Vortrag halten konnte, wenn er das Museum selbst noch nicht kannte. Damit konnte Herr Albrecht leben, er hatte ohnehin vor, die Jungen und M\u00e4dchen das Museum weitestgehend auf eigene Faust erkunden zu lassen. Dass sie das auch taten und hinterher bei der Nachbesprechung des Ausflugs etwas zu sagen hatten, setzte er voraus, das wussten die Jugendlichen.\t<\/p>\n\t<p>Die meisten in der Klasse schienen mit dem Ausgang der Abstimmung einigerma\u00dfen gut leben zu k\u00f6nnen. Ausflug war Ausflug, das sahen auch die so, die f\u00fcr Xanten gestimmt hatten. Deshalb gab es auch kein gro\u00dfes Gemecker, zumal ja auch ausgiebig diskutiert worden war.\t<\/p>\n\t<p>Einzig Jette sandte Vivian einen Blick zu, der sch\u00e4rfer war als eine Damaszener-Klinge. \u201eToll gemacht!\u201c, zischte sie ihrer Kontrahentin zu. Verstehen konnte die das garantiert nicht, die beiden M\u00e4dchen sa\u00dfen so weit voneinander entfernt, wie es das Klassenzimmer hergab. Aber Vivian sah die Mundbewegungen und konnte sich leicht ausrechnen, dass es alles andere als eine Freundlichkeit war. Warum konnte die nicht einfach mal was akzeptieren, ohne nachzutreten? Sie hatten beide erkl\u00e4rt, was f\u00fcr ihren Vorschlag sprach, die Klasse hatte entschieden, das konnte man doch einfach mal hinnehmen! Aber das war offensichtlich zu viel verlangt von Jette, und Vivians Vorfreude auf den Ausflug war schon wieder dahin.\t<\/p>\n\t<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n\t<p>Jette hatte sich selbst am Nachmittag noch nicht wieder beruhigt. Sie war sauer auf Vivian, sauer auf die Klassenkameraden, die f\u00fcr deren Vorschlag gestimmt hatten, sauer auf Altena, weil es existierte und Xanten Konkurrenz machte.\t<\/p>\n\t<p>Doch je l\u00e4nger sie dar\u00fcber nachdachte, desto mehr wurde ihr bewusst, dass es nicht die verlorene Abstimmung war, die ihr nachhing. Es war vielmehr das Verh\u00e4ltnis zu Vivian als Ganzes, das ihr aufs Gem\u00fct schlug. Wann immer sie miteinander zu tun hatten, gab es Streit, selbst um Nichtigkeiten. Beide hatten deswegen sogar schon Eintr\u00e4ge ins Klassenbuch bekommen.\t<\/p>\n\t<p>Wann hatte das eigentlich angefangen? Als sie sich kennengelernt hatten, am Anfang der F\u00fcnften, war es noch nicht so gewesen, da war Jette sicher. Viel zusammen gemacht hatten sie schon damals nicht \u2013 Jette kannte Anisa schon seit dem Kindergarten und hatte sich schnell mit Rieke angefreundet, Vivian war bald ziemlich eng mit Nina und Frieda gewesen. Aber sie waren miteinander ausgekommen und hatten vern\u00fcnftig miteinander geredet.\t<\/p>\n\t<p>Sie versuchte, den Zeitpunkt einzukreisen, einen Ausl\u00f6ser zu finden. Es musste am Anfang der Siebten gewesen sein, gab es da etwas? Was war damals los gewesen in der Klasse? Am Anfang des Schuljahres hatten sie einen Neuen bekommen, Jannis, der die Versetzung nicht geschafft hatte; er hatte nicht viel dar\u00fcber gesprochen, warum, aber es war wohl so, dass seine Mutter schwer krank gewesen war, und er hatte in dieser Zeit so viel Unterricht verpasst, dass er den R\u00fcckstand nicht rechtzeitig hatte aufholen k\u00f6nnen. Aber Jette hatte mit ihm nie viel zu tun gehabt, und Vivian nach allem, was sie wusste, auch nicht. Er hatte sich mit ein paar von den Jungen angefreundet, Alexandra, die weder mit Jette noch mit Vivian besonders eng war, hatte ein paar Wochen erfolglos f\u00fcr ihn geschw\u00e4rmt, mehr war da nicht.\t<\/p>\n\t<p>Aber irgendwas mit einem Jungen \u2026 Der Gedanke lie\u00df etwas klingeln bei Jette, aber sie brauchte einen Moment, bis sie es wirklich zu fassen bekam. Die Klassenfahrt! Elia!\t<\/p>\n\t<p>Im Herbst des Vorjahres war die Klasse, damals noch als 7c, f\u00fcr eine Woche ins M\u00fcnsterland gefahren. Alle 7. Klassen waren irgendwann in der Zeit auf Klassenfahrt gewesen, das war an ihrer Schule die Regel. In der Jugendherberge, in der Jette und ihre Klassenkameraden damals gewesen waren, war zu der Zeit auch noch eine andere Klasse gewesen, ebenfalls eine 7., die von irgendwo am Niederrhein kam. Kontakte hatten sich kaum vermeiden lassen: Beim Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen hatten sie im selben Raum gesessen, und auch die Duschr\u00e4ume, die Wiese vor dem Haus, die Tischtennisplatte und den Bolzplatz hatten sie sich mit der anderen Klasse geteilt.\t<\/p>\n\t<p>Und dann war da eben Elia gewesen, einer der Jungen aus der anderen Klasse. Jette hatte ihn schon fast wieder vergessen, sein Interesse an ihr war damals eine komplett einseitige Sache gewesen. Er war wohl ganz okay gewesen, soweit Jette das nach der fl\u00fcchtigen Begegnung sagen konnte, mehr aber auch nicht. Sie hatte schnell gemerkt, dass er versuchte, ihr n\u00e4herzukommen, war aber nicht darauf eingegangen. Dass er sich im Essraum einen Platz in ihrer N\u00e4he gesucht hatte, hatte sie nicht weiter gest\u00f6rt, genauso wenig wie sein Bem\u00fchen, sich beim Rundlauf an der Tischtennisplatte vor oder hinter ihr einzureihen.\t<\/p>\n\t<p>Im Nachhinein wurde ihr klar, dass er bei Vivian bessere Chancen gehabt h\u00e4tte. Wie ernst deren Interesse gewesen war, konnte Jette nicht beurteilen, aber zumindest war es da gewesen. War das der Ausl\u00f6ser, den sie suchte? Dass Vivian was von Elia gewollt, der aber auf sie, Jette, gestanden hatte?\t<\/p>\n\t<p>Wenn es so war, dann hatte Jette sich objektiv nichts vorzuwerfen. Daf\u00fcr, dass Elia sich f\u00fcr sie interessiert hatte, konnte sie nichts, sie hatte auf jeden Fall nichts getan, um sich f\u00fcr ihn interessant zu machen. Aber hatte das f\u00fcr Vivian vielleicht anders ausgesehen? Weil sie nicht mitbekommen hatte, wie wenig sie, Jette, auf Elias Interesse reagiert hatte? Vielleicht auch, weil ihre Gef\u00fchle ihr etwas eingeredet hatten, was gar nicht gewesen war, und glaubte, Elia w\u00e4re ihr \u201eweggeschnappt\u201c worden? Das war nat\u00fcrlich Unsinn, und selbst wenn Jette nicht da gewesen w\u00e4re, war zweifelhaft, ob Elia sich dann f\u00fcr Vivian interessiert h\u00e4tte. Aber danach fragten Gef\u00fchle wohl nicht.\t<\/p>\n\t<p>Wenn Jette recht hatte, war der Streit zwischen ihr und Vivian wohl auch das Einzige, was ihnen beiden von Elia noch geblieben war. Jette glaubte nicht, dass Vivian Elia noch nachtrauerte, nur die Wut auf die Klassenkameradin war geblieben. Sie \u00fcberlegte, ob es besser gewesen w\u00e4re, wenn sie Elia gesagt h\u00e4tte, dass er sie in Ruhe lassen sollte. Allein, er hatte ihr eigentlich keinen Grund dazu gegeben, er war nicht aufdringlich gewesen, auch wenn er ihre N\u00e4he gesucht hatte. Vielleicht w\u00e4re es f\u00fcr Vivian ein bisschen einfacher gewesen, auch wenn es ihre eigenen Chancen wahrscheinlich kein St\u00fcck verbessert h\u00e4tte. Und es konnte auch sein, dass sie es eigentlich gewusst hatte, dass sie sich aber etwas anderes eingeredet hatte, um ihre Entt\u00e4uschung zu kanalisieren. So oder so: An der Sache damals w\u00fcrde Jette nichts mehr \u00e4ndern k\u00f6nnen, aber es wurde h\u00f6chste Zeit, sie aus der Welt zu schaffen.\t<\/p>\n\t<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n\t<p>Auch wenn es schwerfiel, versuchte Jette, schnell den ersten Schritt zu machen. Ihr war klar, dass es nicht leichter werden w\u00fcrde, wenn sie es vor sich herschob; ganz im Gegenteil.\t<\/p>\n\t<p>Am n\u00e4chsten Morgen blieb sie am Eingang des Schulhofs stehen und wartete auf Vivian. Die kam immer mit demselben Einsatzwagen, so war es nicht schwer, sie abzupassen. Ein paar Minuten blieben Jette noch, nach Fahrplan h\u00e4tte der Bus zwar gerade kommen m\u00fcssen, aber sie konnte sich nicht entsinnen, dass er mal nicht f\u00fcnf oder sechs Minuten Versp\u00e4tung gehabt h\u00e4tte.\t<\/p>\n\t<p>Dann war auch diese Schonfrist vorbei. Der Bus erreichte die Haltestelle, und gleich darauf str\u00f6mte ein Pulk Sch\u00fcler aller Jahrgangsstufen auf den Schulhof. Vivian war mittendrin, zusammen mit Frieda, die ein paar Haltestellen vor ihr einstieg.\t<\/p>\n\t<p>Jette atmete tief durch und st\u00fcrzte sich dann ins Get\u00fcmmel. Schr\u00e4g zur Laufrichtung der Masse bahnte sie sich den Weg zu ihren Klassenkameradinnen.\t<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>22. Februar 2025 84 978-3769355130 Wenn Jette und Vivian aufeinandertreffen, gen\u00fcgt ein winziger Funke, damit es direkt zu einem gro\u00dfen Streit kommt. Warum? Das wissen sie selbst nicht ganz sicher. 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