{"id":1834,"date":"2024-11-29T18:50:59","date_gmt":"2024-11-29T17:50:59","guid":{"rendered":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=1834"},"modified":"2024-11-29T18:50:59","modified_gmt":"2024-11-29T17:50:59","slug":"fristgeraecht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renebote.de\/?page_id=1834","title":{"rendered":"Fristger\u00e4cht"},"content":{"rendered":"\n<dialog id=\"imgFull\" class=\"coverFullsizeDialog\" style=\"display: none;\" onclick=\"hideFullsizeCoverDialog();\" >\n\t<img decoding=\"async\" id=\"coverFullsize\" src=\"\" alt=\"Cover des Buchs Fristger\u00e4cht\" \/>\n<\/dialog>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<img decoding=\"async\" id=\"coverPreview\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Cover-Fristgeraecht.webp\" class=\"coverPreviewBook\" onclick=\"showFullsizeCoverDialog();\" alt=\"Cover des Buches [Title]\" \/>\n\n\n<div class=\"bookPageGeneralInfoContainer\">\n    <div class=\"bookPageEditionsContainer\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ebook.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als E-Book\" \/>\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Buch.webp\" style=\"width: 100%;\" title=\"Erh\u00e4ltlich als Taschenbuch\" \/>\n    <\/div>\n    <div class=\"bookPageInfoRowsContainer\">\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Erscheinungstermin.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Erscheinungsdatum\" \/>29. November 2024\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Seiten.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Seiten\" \/>116\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/ISBN.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"ISBN\" \/>978-3769307542\n        <\/div>\n\t\t<div class=\"bookPageInfoRow\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Verlag.webp\" class=\"bookPageInfoIcon\" title=\"Ver\u00f6ffentlicht bei\" \/>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n<div class=\"justifyText marginTop\">\n\t\t<p>Als die Bagger vor ihrem Haus stehen, fallen Hendrik und seine Mutter aus allen Wolken. Der Vermieter dagegen besteht darauf, dass er die K\u00fcndigung rechtzeitig geschickt hat, und kann es sogar beweisen. Schnell wird klar: Hier hat jemand die Finger im Spiel, der nichts Gutes im Schilde f\u00fchrt. Doch wer ist dieser Jemand, und wozu das alles? Die Lage spitzt sich schnell zu, und Hendrik ger\u00e4t in gro\u00dfe Gefahr.\t<\/p>\n\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>E-Book \u20ac 4,99<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/49509514\/rene_bote_fristgeraecht.html\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div><div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/books.apple.com\/de\/book\/fristger%C3%A4cht\/id6738764331\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-iBooks.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von Apple Books\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div><div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/buchshop.bod.de\/fristgeraecht-rene-bote-9783769380644\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von Book on Demand\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow marginTop\">\n\t<b>Taschenbuch \u20ac 7,90<\/b>\n<\/div>\n<div class=\"fullWidthRow noBlockStartMargin\">\n\t<div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/www.ebook.de\/de\/product\/49513268\/rene_bote_fristgeraecht.html\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-Ebook_de.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von ebook.de\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div><div style=\"width: 30%\";>\n\t<a href=\"https:\/\/buchshop.bod.de\/fristgeraecht-rene-bote-9783769307542\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renebote.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shop-Icon-BoD.webp\" style=\"width: 100%; cursor: pointer;\" title=\"Link zum Shop von Book on Demand\"\/>\n\t<\/a>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"justifyText\">\n\t<p style=\"margin-top: -5px;\">Hendrik blinzelte und setzte sich dann ruckartig im Bett auf. Vor dem Haus, direkt unter seinem Fenster, dr\u00f6hnte es laut, und irgendetwas fiel polternd um. Ein Unfall auf der Landstra\u00dfe, die dort vorbeif\u00fchrte? Ein Wagen, der von der Stra\u00dfe abgekommen und in die Begrenzungsmauer des Parkplatzes geknallt war? Nein, das h\u00e4tte ganz anders gescheppert, das hatte Hendrik schon zweimal miterlebt. Aber irgendwas passierte da drau\u00dfen.\t<\/p>\n\t<p>Hendrik schob die Decke zur Seite, schwang die Beine aus dem Bett und lief zum Fenster. He, was sollte das denn? Drau\u00dfen auf dem Parkplatz standen Baufahrzeuge, ein Kipplaster mit einem Bauwagen im Schlepp und ein Tieflader, von dem eben dr\u00f6hnend und rumpelnd ein schwerer Bagger abgeladen wurde. Das ganze Haus erzitterte unter den Ersch\u00fctterungen, die die Ketten verursachten. An der Seite entdeckte Hendrik noch einen kleineren Laster mit Gitterelementen und Betonst\u00e4ndern f\u00fcr einen Bauzaun. Zwei Arbeiter waren schon dabei, abzuladen und den Bauzaun entlang der Stra\u00dfe aufzustellen.\t<\/p>\n\t<p>Hendrik riss das Fenster auf, was einige Kraft erforderte. Das Haus war alt, es als Bruchbude zu bezeichnen, keine ungerechtfertigte Schm\u00e4hung. Der Rahmen war verzogen, und h\u00e4tte Hendrik nicht selbst Dichtband angebracht, h\u00e4tte im Winter ein kalter Wind in sein Zimmer gepfiffen.\t<\/p>\n\t<p>\u201eWas machen Sie da?\u201c, schrie er, um den L\u00e4rm des Baggermotors zu \u00fcbert\u00f6nen. Einer der M\u00e4nner, die am Heck des Tiefladers standen, merkte auf, schaute zum Haus und entdeckte Hendrik am Fenster. \u201eHe, Junge!\u201c, rief er, \u201eWas hast du da drin zu suchen?\u201c Bitte was? Das lag doch wohl auf der Hand! \u201eIch wohne hier!\u201c, rief Hendrik zur\u00fcck. \u201eWas denken Sie denn?\u201c \u201eHier wohnt keiner mehr!\u201c, behauptete der Bauarbeiter. \u201eSieh zu, dass du da rauskommst!\u201c \u201eAber \u2026!\u201c, setzte Hendrik zu einem Protest an, doch der Bauarbeiter schnitt ihm das Wort ab. \u201eNix aber!\u201c, herrschte er ihn an. \u201eRaus da, ich gebe dir f\u00fcnf Minuten!\u201c\t<\/p>\n\t<p>Hendriks Gedanken rasten. Was ging hier vor? So, wie das Ganze aussah, wollten die M\u00e4nner das Haus abrei\u00dfen, aber das konnte nicht sein! Ja, dass das Haus beizeiten abgerissen und das Grundst\u00fcck neu bebaut werden sollte, wusste er, aber doch nicht von jetzt auf gleich!\t<\/p>\n\t<p>Das Haus hatte mehr als hundert Jahre auf dem Buckel. Im Erdgeschoss war fr\u00fcher ein Ausflugslokal gewesen, dar\u00fcber gab es im ersten Stock zwei Wohnungen. Das Lokal war schon geschlossen, solange Hendrik sich erinnern konnte, die zweite Wohnung stand leer, seit die alte Frau Pfalzen vor drei Jahren gestorben war. Seitdem wohnten nur noch Hendrik und seine Mutter hier.\t<\/p>\n\t<p>Eine Sanierung lohnte sich nicht mehr. Nicht nur, dass die Reparatur aller Sch\u00e4den mehr gekostet h\u00e4tte als ein Neubau, es w\u00fcrde sich auch bei bester Instandsetzung niemand mehr finden, der im Erdgeschoss ein Restaurant oder Caf\u00e9 betreiben wollte. Der Leerstand aber w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass das Haus wieder verfiel, und es hatte auch schon Probleme gegeben mit Leuten, die sich dort illegal hatten einquartieren wollen.\t<\/p>\n\t<p>Das Verh\u00e4ltnis zum Besitzer des Hauses war nicht herzlich, aber in Ordnung. Er hatte Hendriks Mutter fr\u00fchzeitig dar\u00fcber informiert, dass er vorhatte, das Haus abzurei\u00dfen und das Grundst\u00fcck neu zu bebauen. Dass Hendrik und seine Mutter sich \u00fcber kurz oder lang eine neue Bleibe w\u00fcrden suchen m\u00fcssen, war also abzusehen gewesen. Es war auch nicht so, dass sie nicht auf der Suche gewesen w\u00e4ren; sie schauten st\u00e4ndig und hatten auch schon die eine oder andere Wohnung besichtigt. Solange das Vorhaben des Vermieters noch in einem eher fr\u00fchen Planungsstadium war, und danach hatte es bislang ausgesehen, hatten sie aber keinen Grund gesehen, etwas zu \u00fcberst\u00fcrzen. Einerseits war der Markt angespannt, Wohnungen wurden einem nicht gerade hinterhergeworfen, auf der anderen Seite wollte Hendriks Mutter sehen, dass sie im Rahmen dessen, was sie f\u00fcr die Miete ausgeben konnte, das Beste herausholte. Unbedingt vermeiden wollte sie einen Umzug in eine andere Stadt, damit Hendrik nicht die Schule wechseln musste und seinen Freundeskreis verlor.\t<\/p>\n\t<p>Hastig zog Hendrik sich an und lief nach unten. Die T\u00fcr an der Stra\u00dfenseite f\u00fchrte zur Kneipe, der Zugang zu den beiden Wohnungen im Obergeschoss lag an der Schmalseite. Das schienen aber die Bauarbeiter nicht zu wissen, deshalb bemerkten sie Hendrik erst, als er \u00fcber den Vorplatz auf sie zulief.\t<\/p>\n\t<p>\u201eWas soll das?\u201c, fragte er den Mann, mit dem er schon am Fenster gesprochen hatte. Der schien das Sagen zu haben, und wenn nicht, w\u00fcrde er Hendrik zumindest den Verantwortlichen zeigen k\u00f6nnen. \u201eHast du eine Ahnung, wie gef\u00e4hrlich das ist, sich in Abbruchh\u00e4usern rumzutreiben?\u201c, herrschte der Mann ihn an, statt die Frage zu beantworten. \u201eDer Bau ist komplett marode, wenn du durch die Zwischendecke gebrochen w\u00e4rst, h\u00e4ttest du dir den Hals brechen k\u00f6nnen.\u201c\t<\/p>\n\t<p>\u201eIch wohne hier!\u201c, wiederholte Hendrik. \u201eMit meiner Mutter.\u201c \u201eHausbesetzung, was?\u201c, unterstellte der Bauarbeiter. \u201eHier wohnt keiner mehr, die letzten Mieter mussten schon vor Monaten ausziehen, weil die Bude abgerissen wird.\u201c \u201eNein\u201c, beharrte Hendrik. \u201eJa, klar, das Haus soll abgerissen werden, aber noch nicht jetzt.\u201c \u201eNat\u00fcrlich jetzt\u201c, widersprach der Bauarbeiter. \u201eSo hat\u2019s mein Chef mit dem Besitzer vereinbart.\u201c \u201eAber \u2026 Aber wir haben keine K\u00fcndigung gekriegt!\u201c, wandte Hendrik ein. Er war ganz sicher, dass er das erfahren h\u00e4tte, und dann h\u00e4tten sie ja inzwischen auch umgezogen sein m\u00fcssen. Doch das Abrissunternehmen w\u00fcrde auch nicht ohne Auftrag anr\u00fccken, also konnte das eigentlich nur ein Irrtum sein: Irgendjemand musste den Termin falsch aufgeschrieben haben.\t<\/p>\n\t<p>Oder hatte der Vermieter vergessen, die K\u00fcndigung zu schicken? Kaum, der Mann war eigentlich immer korrekt. Darum k\u00fcmmerte sich zwar Hendriks Mutter, aber Hendrik bekam es trotzdem mit. Seine Mutter erz\u00e4hlte ihm von solchen Sachen, weil sie fand, dass es nicht schaden konnte, wenn er es schon mal geh\u00f6rt hatte. Mit dreizehn Jahren hatte er zwar noch Zeit, bis die Frage nach der ersten eigenen Wohnung im Raum stand, aber trotzdem.\t<\/p>\n\t<p>Der Bauarbeiter schien immer noch \u00fcberzeugt zu sein, dass Hendrik und seine Mutter sich ohne Wissen des Hausbesitzers in der Wohnung breitgemacht hatten. Immerhin blieb der Bagger auf dem Vorplatz stehen, statt mit dem Abriss zu beginnen; nur die M\u00e4nner mit dem Bauzaun machten weiter.\t<\/p>\n\t<p>Hendrik lief zur\u00fcck ins Haus, um sein Handy zu holen, das er in der Eile einzustecken vergessen hatte. Schon auf dem Weg zur\u00fcck nach unten holte er die Nummer seiner Mutter aus dem Speicher und dr\u00fcckte die Anruftaste. Hoffentlich h\u00f6rte seine Mutter das Handy und hatte auch Zeit, dranzugehen! Sie arbeitete als Zugbegleiterin bei der Bahn, und am Montagmorgen um halb acht waren die Z\u00fcge erfahrungsgem\u00e4\u00df vollgestopft mit Pendlern. Auch Hendrik w\u00e4re eigentlich schon auf dem Weg zur Schule gewesen, aber seine Kunstlehrerin war mit einer anderen Klasse auf Klassenfahrt, sodass die ersten beiden Stunden ausfielen.\t<\/p>\n\t<p>Als seine Mutter sich meldete, nach dem vierten oder f\u00fcnften Klingeln, klang sie besorgt. Das war nicht verwunderlich, denn es gab eine klare Absprache, dass Hendrik nur im Notfall anrief.\t<\/p>\n\t<p>Hastig berichtete Hendrik, was gerade zu Hause passierte. \u201eBitte was?\u201c, kam es vollkommen entgeistert zur\u00fcck. Danach herrschte eine ganze Weile Stille in der Leitung. Hendrik hatte alles erz\u00e4hlt und wartete auf eine Antwort, was er machen sollte, aber seine Mutter musste das Geh\u00f6rte erst einmal verarbeiten.\t<\/p>\n\t<p>\u201eHat der Kohlfeld\u201c, das war der Vermieter, \u201ewirklich nie was gesagt?\u201c, bohrte Hendrik schlie\u00dflich nach. \u201eIch meine, au\u00dfer dass er irgendwann mal das Haus abrei\u00dfen will?\u201c \u201eNichts\u201c, versicherte seine Mutter. \u201eIrgendwann w\u00fcrde das kommen, das war schon klar, aber von einem Tag auf den anderen geht das nicht. Wir wohnen jetzt gut acht Jahre da, und ab acht Jahren ist die K\u00fcndigungsfrist ein Dreivierteljahr. Und das muss er auch schriftlich machen, und ich schw\u00f6re dir, da war nichts.\u201c\t<\/p>\n\t<p>Das war eine klare Sachlage, \u00e4nderte aber nichts daran, dass der Bagger vor der T\u00fcr stand, um das Haus abzurei\u00dfen. \u201eIch rufe die Polizei\u201c, entschied Hendriks Mutter. \u201eEgal, was da schiefgelaufen ist, die m\u00fcssen zumindest verhindern, dass die anfangen, abzurei\u00dfen, solange unsere ganzen Sachen noch im Haus sind. Und dann versuche ich, Herrn Kohlfeld zu erreichen.\u201c\t<\/p>\n\t<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n\t<p>W\u00e4hrend Hendrik mit seiner Mutter gesprochen hatte, hatte auch der Bauarbeiter telefoniert. \u201eDer Termin steht\u201c, teilte er Hendrik mit. \u201eAlles besprochen und gekl\u00e4rt.\u201c \u201eAber wir haben keine K\u00fcndigung gekriegt\u201c, wandte Hendrik ein. \u201eDas kann nicht erlaubt sein, dass Sie einfach kommen und das Haus abrei\u00dfen.\u201c \u201eIhr hattet lange genug Zeit, auszuziehen\u201c, behauptete der Bauarbeiter. \u201eDie K\u00fcndigung habt ihr im November bekommen, das hat der Chef mir gerade noch mal best\u00e4tigt.\u201c Das w\u00e4ren dann nur gut sieben Monate gewesen, von November bis Ende Juni, nicht die vorgeschriebenen neun. Allerdings hatten Hendrik und seine Mutter am Ende des Vorjahres auch noch nicht die acht Jahre voll gehabt, deshalb hatte wohl noch eine k\u00fcrzere Frist gegolten.\t<\/p>\n\t<p>\u201eUnd wenn er sich irrt? Oder Herr Kohlfeld?\u201c, sagte Hendrik. \u201eWenn meine Mutter sagt, sie hat keinen Brief bekommen, dann hat sie das auch nicht. Und sie h\u00e4tte mir auch gesagt, wenn feststeht, bis wann wir ausziehen m\u00fcssen.\u201c \u201eMir egal, was deine Mutter dir erz\u00e4hlt oder nicht\u201c, knurrte der Bauarbeiter. \u201eDer Besitzer ist nicht bl\u00f6d, er wusste wohl schon, warum er die K\u00fcndigung per Einschreiben mit R\u00fcckschein geschickt hat. Wei\u00dft du, was das hei\u00dft? Deine Mutter hat unterschrieben, dass sie den Brief gekriegt hat. Wenn ihr dann meint, ihr m\u00fcsst euch nicht darum k\u00fcmmern, ist das nicht mein Problem. Als sieh zu, dass du wegkommst, damit wir endlich anfangen k\u00f6nnen!\u201c\t<\/p>\n\t<p>\u201eNein!\u201c, schrie Hendrik. Er warf sich herum und rannte zur\u00fcck zum Haus. Er schlug die T\u00fcr hinter sich zu, schloss ab und schleppte einen K\u00fcchenstuhl nach unten, um zus\u00e4tzlich die Klinke zu verkeilen. Das w\u00fcrde die Bauarbeiter hoffentlich eine Weile aufhalten! Oder w\u00fcrden sie einfach den Bagger nehmen und ein Loch in die Wand rammen?\t<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29. November 2024 116 978-3769307542 Als die Bagger vor ihrem Haus stehen, fallen Hendrik und seine Mutter aus allen Wolken. Der Vermieter dagegen besteht darauf, dass er die K\u00fcndigung rechtzeitig geschickt hat, und kann es sogar beweisen. Schnell wird klar: Hier hat jemand die Finger im Spiel, der nichts Gutes im Schilde f\u00fchrt. 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